Workshop: wie geht das, Teil 5

Mit Reverb, Chorus und Co. lässt sich ein Song entscheidend aufwerten. Was es beim Effekteinsatz zu beachten gilt, erfahrt ihr in dieser und der nächsten Folge unseres Workshops ... Ausgabe 07/2014

s ist heutzutage weder aufwendig noch teuer, seinen Song mit Dutzenden Effekten anzureichern. In der Regel – das heißt: im digitalen Umfeld – begrenzt allein die Leistungsfähigkeit des Rechners die Zahl der Effekt-Instanzen. Selbst Anwender mit geringem Budget kommen problemlos an entsprechende Plug-ins. Viele DAWs werden schließlich bereits mit einem stattlichen Effekt-Arsenal ausgeliefert, und im Netz finden sich ungezählte Gratis-Plug-ins. Warum also nicht zwei verschiedene Kompressoren, einen virtuellen Röhren-Preamp, drei EQs, einen De-Esser, zwei Delays, einen Chorus oder noch viel mehr auf die Spur legen? Erlaubt ist, was gut klingt.

Damit der Effekt-Einsatz nicht in Sound-Chaos resultiert, sollte man allerdings etwas über die Grundfunktionsweisen der wichtigsten Effekttypen sowie über das Verschalten von mehreren Plug-ins wissen. Darum soll es in diesem und dem kommenden Monat gehen. In der Workshop-Folge zwei (SC 04/14) sind wir bereits auf Insert-Effekte eingegangen, weshalb wir nun zunächst einmal genauer auf Send-Effekte eingehen und Insert-Effekte im nächsten Monat nur kurz anreißen. Denn vor allem soll es sich dann um das richtige Routing von Effekten drehen.

Send-Effekte werden auch Aux-Effekte genannt. Die Abkürzung Aux steht hier für das englische Wort „Auxiliary“ und bezieht sich konkret auf die sogenannten Auxiliary-Ausgänge (Behelfsausgänge) eines Mischpults. Denn im Gegensatz zu den Insert-Effekten funktionieren sie additiv – aus dem Originalsignal wird ein zweites gewonnen, das per Aux-Send aus dem Kanal geschickt, einem Effektprozessor zugeführt und per Aux-Return oder regulären Input wieder hinzugemischt wird. Oftmals erhalten solche Aux-Signale einen eigenen Mischpultkanal und können für mehrere Signale gleichzeitig Verwendung finden ...