Workshop: Wie geht das? - Teil 30

Synthesizer, für manche Musiker das Objekt ihrer Träume, für andere ein Mysterium. Presetschleuder oder Klanglabor, in diesem Workshop schauen wir uns die wichtigsten Parameter eines Synthesizers an, denn wer die Synthesizerbasics verstanden hat, der editiert und programmiert seine Sounds schneller, gezielter und mit mehr Spaß.

Das große Feld des Sounddesigns war für Keyboarder lange kein Thema. Wer der Tasten mächtig war, bediente sich des akustischen Flügels, der Fender Rhodes oder Wurlitzer Electric-Pianos, oder diversen Orgeln (Hammond, Farfisa, etc). Der Klang lies sich nur in kleinen Grenzen beeinflussen – das Spielen der Instrumente stand klar im Vordergrund. Viele Tastenzauberer kamen  vom traditionellen Klavier und interessierten nur begrenzt für das Schaffen von neuen Klängen. Synthesizer existierten meist in Form eines großen, schrankähnlichen Modularsystems. Exklusiv weil teuer und hauptsächlich für den Studio-, und weniger für den Bühneneinsatz geschaffen. Erst später wurden die Geräte kleiner und waren einfacher zu bedienen. Das legendäre Minimoog Model D stellt einen Meilenstein in dieser Richtung dar. Der Synthesizerklassiker hat nicht nur einen phänomenalen Sound, sondern führte in den 70er Jahren und bis heute (vor allem durch Emulationen und Nachbauten) viele Keyboarder an das Thema Klangerzeugung und den kreativen Umgang mit diesem neuartigen Musikinstrument heran. Quasi der VW-Käfer der Synthivergangenheit ...