Workshop: Wie geht das? - Teil 20

Welche Versicherung braucht man als Musiker? Egal, ob ihr mit dem Musizieren eure Brötchen verdient oder die Band nur euer wichtigstes Hobby ist, wir führen euch in diesem Workshop durch den Versicherungsdschungel.

Jetzt ist es passiert! Boris hat sein Horrorwochenende erlebt. Eigentlich sollte es eine coole Zeit für den Bassprofi werden. Am Donnerstagabend proben mit der Band, Freitag dann ins Studio neue Tracks aufnehmen, Samstag und Sonntag auf die Bühne.
Montag treffen wir Boris wieder. Geknickt und gefrustet. Auf die Frage „Was ist schief gegangen?“ antwortet er lapidar mit dem Satz „Alles, was schief gehen kann.“

Die Instrumentenversicherung
Donnerstag abend: Auf gehts zur Probe. Leider ist beim Einladen des Autos mal wieder alles hektisch. Im Eifer des Gefechtes bleibt der Ersatzbass hinter dem KFZ stehen, statt seinen Weg in den Kofferraum des Kombis zu finden. Beim Rangieren ist dann das Unvermeidliche passiert: Einmal mit dem Auto über den Basskoffer, Hals gebrochen, Case zerstört, so ein Mist.
Für solche Fälle ist eine Musikinstrumentenversicherung sinnvoll. Sie deckt Unfallschäden, Diebstahl aber auch den Verlust und die Totalzerstörung ab. Gerade selbstverursachte Schäden durch Unachtsamkeit werden in der Regel nur von speziellen Musikinstrumentenversicherungen übernommen. Zwei Punkte sind bei der Auswahl der Versicherung wichtig für euch. Die sogenannte „Nachtklausel“ schließt eventuell Versicherungsfälle, die zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens entstehen aus. Der Bandbus, der also nach dem Gig vorm Club aufgebrochen wird, wäre demnach eine problematische Stelle. Hier gilt es, die Versicherungsbedingungen genau zu lesen, ob eine Nachtklausel existiert und wie diese Klausel gestaltet ist.
Ebenfalls aus den Versicherungsbedingungen muss hervorgehen, ob ihr den Neuwert, den Wiederbeschaffungswert oder den Zeitwert im Falle eines Totalschadens bekommt. Erkundigt euch auch, wie es mit elektronischen Musikinstrumenten und Verstärkern aussieht.