Workshop: Wie geht das? Teil 2

In dieser Folge geht es um Insert-Effekt und ihren Einsatz ... Ausgabe 04/2014

Beim Mischen geht es hauptsächlich um laut und leise. Manche Ins­trumente möchte man im Mix lauter hören, manche leiser. Geht es darum, einzelne Frequenzbereiche zu verstärken oder abzuschwächen, hilft ein Equalizer. Der sollte in keinem Mischpult fehlen. Anders sieht es mit grafischen Equalizern aus. Diese Problemlöser-EQs und Dynamikprozessoren sind kein Standard im Mischer-Kanal.

Klassische Dynamikprozessoren sind Kompressoren, die laute Passagen automatisiert leiser machen und es so ermöglichen, leise Signale lauter fahren zu können. Noise-Gates gehören ebenfalls in diese Kategorie. Sie schalten den  Kanal stumm, sobald das Signal leiser wird und den Schwellenwert des Geräts unterschreitet. Natürlich gibt es auch noch Spezialformen dieser Effekte, die sehr hilfreich sein können, wenn es darum geht, einen guten Mix zu gestalten oder Probleme im Mix zu lösen.


Gerade im Live-Bereich sind solche Effekte unentbehrliche Helfer in vielen Situationen. Leise Instrumente teilen sich die Bühne mit sehr lauten, viele Mikrofone bedeuten viel Übersprechen. Zum Beispiel ein Schlagzeug-Mikrofon, das auch den Gitarren-Sound mit abnimmt und umgekehrt. Gesangspassagen, die mal laut, mal leise sind. Und die gute alte Feedback-Schleife, die immer wieder laut pfeifend Band und Publikum die Gesichter verziehen lässt.

Zum Glück gibt es für alle diese Probleme Lösungen in Form von Effektgeräten. Jedoch müssen diese erst in das Mischpult integriert werden. Soll ein Gerät nur einen einzelnen Mischpult-Kanal bearbeiten, wird es in den Insert des jeweiligen Kanals eingeschleift ...