Workshop: Wie geht das? - Teil 18

Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied bei der Studioarbeit ausmachen. In den vergangenen SOUNDCHECK-Workshops haben wir euch schon einige Tipps zu EQs, Effekten und Co verraten. Heute geht es mehr um die kleinen Stolpersteine, die eure Produktionsarbeit erschweren können.

Wären wir alle im Studioparadies, hätten wir bei jeder Recording-Session einen Instrumentenbauer, einen Vocal-Coach, einen Drumtech und einen Elektroingenieur in der Regie sitzen. Wir könnten uns ausschließlich auf unseren Job als Musiker oder Produzent konzentrieren und die kreativen Fäden spinnen. Technische Steine würden von unserem Team aus dem Weg gerollt.  
Aufwachen! In der Realität wird diese Situation wohl für die wenigsten von uns so sein. Vielmehr ist man im Studio „Mädchen für alles“. Kabel legen, Trommeln stimmen, Kaffee kochen, DAW bedienen, Backups managen und so weiter. Eine Vielzahl von Aufgaben sind im Studio, neben der musikalischen Arbeit, zu erledigen. Auf der einen Seite macht dies den Reiz dieser abwechslungsreichen Tätigkeit aus, auf der anderen Seite gilt es, auch eine Reihe von Punkten im Auge zu behalten, die eine perfekte Aufnahme, den emotionalsten Vocaltake oder das grandiose Gitarrensolo unbrauchbar werden lassen könnten.
In diesem Workshop will ich euch beliebte Fehler zeigen, welche mir in meiner Studioarbeit schon häufig begegnet sind, und wie heißt es so schön: „Aus Schaden wird man klug“.

Einige „beliebte“ Fehler entstehen schon, bevor die erste Note erklingt. Bevor man ein Instrument aufnimmt, überprüft die Stimmung. Mit dem Stimmgerät und mit dem Gehör. Einigt euch auf einen Kammerton für die Produktion. Standardmäßig ist der Kammerton a´ mit der Frequenz 440 Hertz definiert. So sind auch die meisten modernen Keyboards, Plugins und Stimmgeräte voreingestellt...