Workshop: Wie geht das? - Teil 16

Er ist aus dem Tonstudio nicht mehr wegzudenken: Der Computer. Doch was unterscheidet einen Studiorechner von der grauen Kiste unter dem Büroschreibtisch? Im heutigen Workshop zeigt SOUNDCHECK euch, auf welche Details es ankommt.

Beschäftigt man sich mit dem Thema, fällt auf, dass es gar nicht so leicht ist, einen „perfekten Audio-PC“ zu definieren. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen der Nutzer. Der Synthifreak will viele Plugins live bei kurzen Latenzen spielen, der Saitenfan benötigt Ampsimulation und Effekte, der Filmkomponist ein virtuelles Orchester, der Tontechniker viele EQs und Kompressoren auf vielen Spuren usw. Diese unterschiedlichen Anforderungen führen nicht nur zu verschiedenen Softwaretools, sondern stellen auch jeweils andere Hürden für den Rechner dar. Es wird deshalb, wie immer bei dieser Workshopreihe, keine konkreten Kaufempfehlungen geben, vielmehr werden wir uns die einzelnen Aspekte anschauen. So erwerbt ihr Entscheidungskompetenz für euren Einkauf.
Prozessorleistung
Schnell soll er sein, der neue Rechenknecht. Je schneller, desto besser. Mehr Spuren, mehr Plugins. Die Taktfrequenz war lange Zeit einer der wichtigsten Parameter, um die Geschwindigkeit eines Systems zu bestimmen. Jede neue Rechnergeneration hatte eine höhere Taktfrequenz als die vorangegangene. Die Taktfrequenz stellte somit eine gute Messgröße dar. Jenseits von 4 GHz war aber das sinnvolle Ende dieser Entwicklung erreicht. So machte z. B. die entstehende Wärme schnellerer Prozessoren ein weiteres Erhöhen der Taktfrequenz schwierig...