Workshop: Wie geht das, Teil 12

Wie gut eine Produktion ausfällt, ist auch eine Frage der richtigen Abhöre. In unserem Workshop erfahrt ihr, nach welchen Kriterien man Studiomonitore auswählt und wie man sie einsetzt.

Studio-Monitore gehören zu den wichtigsten Komponenten eines Studios. Der Grund dafür ist einfach: Wer nicht richtig hört, was er aufnimmt, mischt oder mastert, weiß auch nicht, wie seine Produktion letztlich klingt. Wenig ist gewonnen, wenn die Songs zwar auf der heimischen Hi-Fi-Anlage super klingen, aber auf anderen Systemen nicht überzeugen.
Zu einem guten Teil hängt die Entscheidung, welche Studiomonitore man am besten verwendet, vom jeweiligen Anwendungskontext ab. Kurz: Wer etwa eine Melodie für einen Handy-Klingelton aufnimmt, wird über andere Speaker abhören wollen, als jemand, der an einem Club-Remix arbeitet. Dennoch gibt es einige allgemeine Kriterien, an denen man sich beim Kauf und Einsatz von Studio-Lautsprechern orientieren kann.

Near- und Mid-Field


Gerade in Homestudios werden heute überwiegend Nahfeld-Monitore eingesetzt. Sie werden circa ein bis zwei Meter entfernt vom Hörer aufgestellt und sind daher die beste Wahl für kleine Studios. Aber selbst in großen Studios hören viele Engineers hauptsächlich über Nahfeld-Monitore ab und schalten nur gelegentlich auf Mid-Field-Monitore um. Mid-Field-Lautsprecher sind in der Regel deutlich größer und auf einen Hörabstand von zwei bis vier Metern ausgelegt. Zum Einsatz kommen diese großen Speaker dann auch gern, wenn es gilt, Kunden zu beeindrucken...