Workshop: Stimmbildung, Teil 7

Tontechniker und Sänger sprechen oft nicht dieselbe Sprache. Oft eine der Hauptursachen für unbefriedigende Performances ... Ausgabe 07/13

Tontechniker und Sänger sprechen oft nicht dieselbe Sprache. Dabei nutzen beide sozusagen dasselbe Instrument, nämlich die Beschallungsanlage. Sprachlosigkeit und dysfunktionale Kommunikation sind oftmals eine der Hauptursachen für die unbefriedigenden Performances. Sängerinnen und Sänger können allerdings selbst viel zum besseren Verständnis beitragen.

Das klingt irgendwie so komisch, irgendwie klingt das wie ... ich weiß auch nicht. Aber macht nichts.“ „Irgendwas klingt noch irgendwie künstlich, verstehst du, was ich meine?“ Mit solchen kryptischen Botschaften bringt man Tonleute schnell gegen sich auf. Die Botschaft ist so präzise und aussagekräftig wie: „Du machst einen schlechten Job, ich vertraue dir nicht, und ich habe alle Hoffnung bereits fahren lassen.“ Wenn man so etwas sagen will, hat man meistens einen guten Grund dafür, und der Gesangskanal oder die PA sind tatsächlich noch nicht gut eingestellt. Wir nehmen dann etwas wahr, was tatsächlich optimiert gehört und es ist unser Job, uns so auszudrücken, dass auch derjenige Tontechniker uns versteht, der uns zunächst einen mangelhaften Sound angeboten hatte.