Workshop: Stimmbildung, Teil 14

In diesem Teil unseres Workshops geht es ums Detonieren, das Zu-Tief-Intonieren, Gegenmaßnahmen und Übungen ... Ausgabe 02/2014

Bereits in unserem letzten Workshop haben wir euch Beispiele für typische Stimmprobleme und deren Lösungsansätze gegeben. Wir haben uns mit einer zu engen Stimme, Heiserkeit und dem schweren Erreichen von Spitzentönen beschäftigt. Dieses Mal geht es unter anderem um das Flat-Singen, sprich das Detonieren. Das bedeutet, dass die Stimme den Ton zu tief trifft und somit schlecht intoniert ist. Sie wird also als unsauber empfunden.



Ihr kennt sicherlich auch Sänger, die zwar eine schöne Stimme haben, aber vor allem bei höheren Tönen ihr Ziel oft verfehlen und zu tief intonieren. Das kann ein toller Effekt und Stilmittel sein. Schließlich gibt es nicht umsonst Blue Notes. Doch auf Dauer spricht eine unsaubere Intonation eher für einen Mangel an Professionalität. Dies fällt vor allem bei Live-Auftritten auf.



Doch was könnt ihr machen, wenn ihr das Gefühl habt, einzelne Töne etwas zu tief zu singen und woran könnt ihr arbeiten? Gehen wir zu erst auf die Ursachen des Flat-Singens ein. Es besteht die Möglichkeit, dass der obere Ton nicht ausreichend vorbereitet ist. Das kommt vor allem bei großen Tonsprüngen vor. Singt ihr beispielsweise einen tieferen Ton, habt einen super Stimmsitz und springt dann mit dieser Einstellung zu einer High-Note, kann das nicht funktionieren.