Workshop: Songlyrics, Teil 4

Die Wirkung von Reimen hängt stark von ihrer Stellung im Vers und vom verwendeten Reimschema ab. Wer in diesen Punkten alle Register zieht bringt seine Songtexte nach vorn ... Ausgabe 09/13

Die Wirkung von Reimen hängt stark von ihrer Stellung im Vers und vom verwendeten Reimschema ab. Wer in diesen Punkten alle Register zieht, und mit Binnenreimen und mehr arbeitet, bringt seine Songtexte ein gutes Stück nach vorne.

In der letzten Folge dieses Workshops haben wir Reime bereits aus phonologischer Sicht, also in Bezug auf ihren Klang betrachtet. Nun muss man Reime jedoch nicht zwingend allein aufgrund ihrer klanglichen Eigenschaften kategorisieren. Unterscheiden lassen sie sich unter anderem auch anhand der Reimschemata, die sie bilden, sowie nach ihrer Stellung im Vers. Beides kann großen Einfluss auf die Wirkung eines Textes haben.

Bei einem Reimschema handelt es sich um jene Muster, die sich zwangsläufig auf Ebene der Verse herausbilden, sobald man Reime in einem Song nutzt. Zur Bezeichnung der verschiedenen Reimschemata werden in der Regel Buchstaben verwendet, die dann anzeigen, welche Verse (Zeilen) sich reimen. Weisen zwei oder mehr Verse den gleichen Reim auf, werden sie durch denselben Buchstaben markiert. Am einfachsten lässt sich dies anhand von Endreimen veranschaulichen, weshalb wir uns im Folgenden auf diese Form beschränken wollen. Genauso gut könnte man entsprechende Schemata aber zum Beispiel auch über Anfangsreime bilden ...