Test: LD Systems MAUI 11 G2 & 28 G2

LD Systems stellt mit den neuen Säulen-Systemen MAUI 11 G2 und MAUI 28 G2 eine neue Generation ihrer bereits bewährten, aktiven Lautsprecher-Systeme vor. Was die Adam Hall Group, zu der LD Systems gehört, an den Lautsprechern geändert hat und mit welchen neuen Features uns die zweite Generation der MAUI-Serie überrascht, haben wir für euch in unserem Titeltest aufgeführt.

In nur wenigen Jahren hat sich LD Systems, eine Marke der nahe Frankfurt / Main beheimateten Adam Hall Group, zu einer bedeutenden Audio-Marke mit zahlreichen Produktreihen entwickelt. Die in Deutschland entwickelten, professionellen Audio-Systeme werden wegen ihrer Zuverlässigkeit und ihrem erstklassigen Klang weltweit geschätzt. Unter der Bezeichnung MAUI bietet LD Systems eine Reihe von aktiven Kompakt-PA-Systemen in Säulenform an. So auch die beiden neuen Systeme MAUI 11 G2 und MAUI 28 G2, mit denen LD Systems nun die zweite Generation der bereits in der Praxis bewährten Systeme ins Rennen um den heiß umkämpften Markt kompakter Säulensysteme schickt. In unserem Test haben wir beide Systeme auf den Prüfstand gestellt. Ob die neuen MAUI-Systeme das halten, was der Hersteller verspricht, haben wir für euch im Rahmen unseres Testberichts zusammengefasst.

In Sekunden spielbereit

Das MAUI 11 G2 und MAUI 28 G2 Säulen-PA-System wird in jeweils zwei stabilen Kartons angeliefert, deren ansprechender Aufdruck bereits verrät, was sich im Inneren befindet. Stabile Styropor-Formteile halten die kostbare Fracht in der Mitte des Kartons und verhindern ein Verkratzen oder Verrutschen. Jedem System liegt eine ausführliche Bedienungsanleitung in Druckform bei. Die einzige Kabelverbindung bei beiden Systemen ist das Netzkabel, das zum Lieferumfang gehört und dem Subwoofer beigelegt ist. Da sowohl das MAUI 11 G2, als auch das MAUI 28 G2 System mit einem automatischen Schaltnetzteil ausgerüstet sind, kommen die Systeme mit Wechselspannungen von 100 Volt bis 240 Volt bei 50 Hertz oder 60 Hertz klar und sind daher problemlos auf der ganzen Welt einsetzbar. Auch die Montage der beiden Säulenteile gestaltet sich einfach und problemlos: Logischerweise gehört die Säule mit Anschlüssen an beiden Enden nach unten und wird als erste auf den Subwoofer aufgesteckt. Dabei sorgen vier Stahlstifte für eine saubere Führung und festen Halt des Säulenelements. Der elektrische Anschluss erfolgt automatisch über einen zentrierten, länglichen Multipin-Steckverbinder mit großen, geschützten und daher zuverlässigen Kontaktflächen. Jetzt noch schnell das letzte Säulenelement aufgesteckt und fertig ist die Montage des gesamten PA-Systems. Schneller und bequemer geht es wirklich nicht mehr.

Umfangreiches Zubehör

Betrachtet man die für beide Systeme verfügbare, umfangreiche Palette an Zubehör, so findet man dort nicht nur gepolsterte Tragetaschen und Rollbretter für den mobilen Einsatz, sondern auch unter anderem Wandhalterungen und Stative für die Säulenelemente sowie Verbindungskabel zwischen Subwoofer und Säulen für eine getrennte Wand- und/oder Bodenmontage. Dies zeigt, dass die beiden Säulen-PA-Systeme MAUI 11 G2 und MAUI 28 G2 von LD Systems nicht nur für den mobilen Einsatz, sondern auch beispielsweise für die Beschallung von Konferenz- und Multimedia-Räumen gut geeignet sind. Bevor wir beide Systeme in der Praxis testen, wollen wir vorher noch einen Blick auf das Innenleben werfen, um zu sehen, worin sich beide Systeme unterscheiden.

Schlank und rank

Der Subwoofer des MAUI 11 G2 Systems ist optisch etwas schmaler und höher als der des MAUI 28 G2 Systems. Dafür verantwortlich sind die drei übereinander montierten 6,5" großen Tieftonlautsprecher mit 1,5"-Schwingspule und Ferrit-Magnet. Um eine optimale Basswiedergabe zu erreichen, wurde von LD Systems ein Bassreflex-Gehäuse entwickelt, dessen Reflexöffnungen nach vorne gerichtet sind und sich links oben sowie rechts unten in den Gehäuseecken befinden. Da Holz immer besser als Kunststoff klingt, hat man das Subwoofer-Gehäuse aus robustem Holz (15-mm) gefertigt. Interne Verstrebungen sorgen für bestmögliche Resonanzfreiheit und Festigkeit des Gehäuses. Für den Schutz der Oberflächen wurden diese mit einem strapazierfähigen, schwarzen Strukturlack beschichtet, der ihnen einen matten Glanz verleiht und sehr edel wirkt. Die Lautsprecherfront schützt ein schlichtes, leicht gebogenes und mattschwarz beschichtetes Stahllochblech, dessen einzige Zierde das LD Systems Logo am unteren Rand ist. Eingelassen in die Rückseite des Subwoofers finden wir die Mixereinheit mit dem 1.000-Watt-(Peak)-Verstärker, von der die Kontroll-LEDs und die beiden wichtigsten Regler, für die Gesamtlautstärke und die Lautstärke des Subwoofers, von oben zugänglich sind. Ebenfalls auf der Oberseite des Subwoofers befindet sich die Grundplatte mit den vier Führungslöchern und dem Multipin-Steckkontakt für Anschluss und Montage der zwei Säulenelemente. Während das untere Säulenelement nur als Distanzhalter dient, befinden sich im oberen Säulenteil alle Mittel- und Hochton-Lautsprecher. Beim MAUI 11 G2 System sind das im Einzelnen: Acht 3"-Custom-Made-Mitteltöner mit 1"-Schwingspule und Ferrit-Magnet sowie am ganz oberen Ende der Säule zwei 1"-Hochtonhörner mit Waveguide, 1"-Schwingspule und Neodym-Magnet. Das Gehäuse der Mittel-/Hochton-Säulen besteht aus einem schwarz beschichteten, stabilen Aluminium-Profil mit einem Stahllochblech zum Schutz der Lautsprecherfront. Wie beim Subwoofer ist auch hier das LD Systems Logo der einzige Schmuck. 

An alles gedacht

Jeder Kanal des 4-kanaligen Mixers ist anders ausgelegt. Der erste Kanal „Mic“ bietet uns eine XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchse für den Anschluss eines dynamischen Mikrofons. Die Eingangsempfindlichkeit beziehungsweise Lautstärke von Kanal 1 kann über einen entsprechenden Regler eingestellt werden. Kanal 2 „Line“ ist als Stereo-Kanal für Line-Level-Signale ausgelegt und bietet zum Anschluss zwei XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchsen sowie zwei Cinch-Buchsen. Beide Stereo-Signale werden über einen gemeinsamen Regler eingestellt. Dieser Eingang dient zum Beispiel dem Anschluss eines Keyboards oder eines externen Mischpultes. Kanal 3 „Hi-Z“ ist als regelbarer „Hi-Z“-Eingang ausgelegt und kann zum Beispiel für den direkten Anschluss von E-Gitarre oder E-Bass genutzt werden. Kanal 4 „MP3/Bluetooth“ ist ebenfalls regelbar und bietet als Anschlussmöglichkeit eine 3,5 mm Mini-Stereo-Klinkenbuchse oder den Empfang eines Bluetooth-Signals. Empfänger. Dieser Eingang ist also auch für das Streamen vom Handy oder einem MP3-Player gedacht. Wie bereits erwähnt, bieten zwei weitere, von oben zugängliche Regler die Möglichkeit, sowohl die Gesamtlautstärke des Systems, als auch die Lautstärke des Subwoofers getrennt zu justieren. Zusätzlich bietet ein XLR-Ausgang auf der Rückseite die Möglichkeit, das über den Mixer zusammengestellte, hörbare Signal an einen weiteren, aktiven Lautsprecher oder einen Recorder weiterzuleiten.
Hier wurde wirklich an alles gedacht!

 

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