Test: ANT Greenhead 12

Die neue Greenhead-Serie von ANT Advanced Native Technologies besteht aus drei aktiven Fullrange-Lautsprechern und zwei aktiven Subwoofern. Als Vertreter haben wir den Greenhead 12 für euch intensiv getestet und unsere Ergebnisse auf den nächsten Seiten zusammengefasst.

ANT ist eine Marke der AEB Industriale. AEB Industriale wurde 1974 in Bologna, Italien, gegründet, wo neue Technologien erforscht und alle Produkte entwickelt und konstruiert werden. Ziel bei der Entwicklung der neuen ANT-Greenhead-Serie waren hervorragende Eigenschaften der Produkte bei gleichzeitig außergewöhnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ob dieses hochgesteckte Ziel erreicht wurde und welche Features die neue Serie von aktiven Fullrange-Lautsprechern zu bieten hat, schauen wir uns mal genauer an.

Der erste Eindruck

Die Greenhead-Serie von ANT Advanced Native Technologies besteht aus drei aktiven Fullrange-Lautsprechern, die sich hauptsächlich durch die Größe des verbauten Tieftonlautsprechers unterscheiden. Angeboten werden die Durchmesser 10", 12" und 15". Zur Unterstützung in den tiefen Frequenzen bietet ANT noch zwei Subwoofer mit einem 15"- oder 18"-Tieftonlautsprecher.
Beim Auspacken fällt uns das für die Größe des Lautsprechers ungewöhnlich niedrige Gewicht von nur 16 kg auf, das zusammen mit den beiden seitlich eingelassenen Griffmulden ein leichtes Handling ermöglicht. Das stabile und robuste MDF-Bassreflex-Gehäuse aus 15 mm starken Holzplatten ist an Ecken und Kanten abgerundet und mit schwarzem Strukturlack beschichtet. Die Lautsprecherfront schützt ein eingelassenes, massives Stahllochblech, das ebenfalls schwarz beschichtet ist und als einzigen Schmuck das eingesetzte Ameisen-Logo von ANT trägt.

Dass der Greenhead 12 sowohl vertikal als auch horizontal aufgestellt werden kann, wird durch die jeweils vier angebrachten Gummifüße am Boden sowie auf einer Seite deutlich. Auch ist der Winkel der Seitenwand so gewählt, dass der Lautsprecher bei horizontaler Nutzung als Bodenmonitor den idealen Abstrahlwinkel hat. Die Montage auf einem handelsüblichen Lautsprecherstativ oder einer in einem Subwoofer steckenden Distanzstange ist ebenfalls kein Problem, da in den Boden des Greenhead 12 ein passender 35-mm-Flansch eingelassen ist. Lediglich eine fliegende Montage gestaltet sich etwas schwierig, da die sonst üblichen, eingelassenen Gewindeanker an den Aufhängepunkten fehlen.

Das Innenleben des Greenhead 12

Da es sich bei dem Greenhead 12 um einen aktiven Lautsprecher handelt, ist der Endstufenverstärker bereits integriert. Es handelt sich dabei um einen zweikanaligen Class-D-Verstärker mit der beachtlichen Gesamtleistung von 600 Watt RMS und 1.200 Watt Peak. Dieser Verstärker versorgt die beiden Lautsprecher des Zweiweg-Systems, wobei jeder Lautsprecher seinen eigenen Verstärkerkanal besitzt.
Für die druckvolle Wiedergabe der tiefen und mittleren Frequenzen sorgt ein leistungsfähiger 12"-Tieftonlautsprecher mit einer 2"-Schwingspule und einem Ferrit-Magnetkern.

Dieser wird für die hohen Frequenzen durch einen 1"-Kompressionstreiber mit einer 1"-Schwingspule unterstützt. Ein insgesamt ausgewogenes System mit einem Frequenzumfang von 50 Hz bis 20.000 Hz, das einen maximalen Schalldruck von bis zu 123 dB liefert, was für einen Lautsprecher dieser Größe eine wirklich beachtliche Leistung ist. Alle Anschlüsse befinden sich gut zugänglich auf einem eingelassenen Panel auf der Rückseite des Lautsprechers.

Der integrierte, zweikanalige Mixer mit zusätzlichem AUX-Eingang bietet unterschiedliche, getrennt regelbare Eingänge für ein dynamisches Mikrofon und ein Line-Signal, z.B. von einem vorgeschalteten Mischpult, die als XLR-/6,3-mm-Klinken-Kombibuchse ausgelegt sind. Der nicht regelbare AUX-Eingang bietet darüber hinaus eine 3,5-mm-Stereo-Miniklinkenbuchse oder zwei unsymmetrische Cinch-Anschlüsse für den linken und rechten Kanal. Ideal um z.B. das Smartphone, einen MP3-Player oder CD-Player anzuschließen.

Zur Kontrolle der Gesamtlautstärke gibt es einen Master-Volume-Regler und eine Signal/Clip-Kontroll-LED. Diese leuchtet grün, sobald ein Signal anliegt. Wechselt die Farbe auf Rot, so ist das Eingangssignal zu stark und der eingebaute Limiter bremst das Signal, damit die Lautsprecher nicht überlastet werden. In diesem Fall sollte man besser die Lautstärke am Master-Volume-Regler reduzieren, bis die Farbe wieder auf grün wechselt. Sollte durch den Anschluss mehrerer Geräte eine Masseschleife entstehen und dadurch ein Brummen zu hören sein, bietet der eingebaute Ground-Lift-Schalter eventuell Abhilfe. Wer das am Master-Volume-Regler anliegende, gemischte Signal noch an einen anderen Lautsprecher senden möchte, der findet einen entsprechenden Ausgang als XLR-Buchse mit der Bezeichnung „Line Output“. 

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