Story: Zwei Film- und Serienkomponisten packen aus, Teil 1

Wir haben die zwei Komponisten der Action-Serie Alarm für Cobra 11 in ihren Studios besucht und mit ihnen über ihre Arbeit gesprochen ... Ausgabe 08/2014

Mitten im Herzen Augsburgs, zwischen Rechtsanwälten und Immobilienmaklern, findet man eine kleine kreative Oase. In einem kühlen Altbau, mit schönen, hellen Räumen und hohen Decken basteln Jaro Messerschmidt und Nik Reich an Musik für Film und Fernsehen.

Im geräumigen Flur stapeln sich Gitarren-Amps und verschiedene Instrumente ­neben dem Kickertisch. Es riecht nach frischem Kaffee. Ohne lange Umschweife geht es mit einer Führung durch die geräumigen ­Studios los. Dort werden verschiedenste skurrile und seltene Instrumente vorgeführt – wer hat schon eine Gitarre, die man wie eine Geige streichen kann. Die Begeisterung der Musiker an ihrem Schaffen springt ­sofort über. Gierig und gespannt machen wir Fotos und stellen die ersten Fragen.

SOUNDCHECK: Welche Projekte habt ihr gerade laufen?
Jaro Messerschmidt:
Seit letzten Herbst machen wir eigentlich nur Cobra 11. Davor haben wir sehr viele unterschiedliche Sachen gemacht. Jetzt sind wir erstmal die Cobra-Komponisten.
Nik Reich: Wir arbeiten schon lange und sehr viel für RTL und haben ganz viele verschiedene Serien betreut, waren aber schon lange Backup-Komponisten für die Hauptkomponisten von Cobra. Deshalb sind wir auch sehr mit dem Cobra-Universum vertraut. Eingestiegen sind wir, glaube ich, bei Folge 157 oder 156. Inzwischen sind wir bei Folge 275 und wir haben schon 30 bis 35 Episoden auf dem Buckel. Es war einerseits sehr cool, dass wir regelmäßig mit Cobra in Berührung waren, aber unsere eigenen Serienprojekte hatten, wie Lasko oder IK1. Wir haben auch viele Movies gemacht, auch für andere Sender. Wir freuen uns sehr, dabei zu sein und das in Hauptverantwortung machen zu dürfen. Die Serie ist abwechslungsreich genug, dass uns auch nie langweilig wird ...