Story: Vinylproduktion

Wir haben beim Vinyl-Anbieter Duophonic einen Einblick in die Schallplattenproduktion erhalten und mit einem Spezialisten über das Vinyl-Mastering und den Vorgang des Masterfolien-Schnitts gesprochen ... Ausgabe 05/2014

Fast könnte man meinen, in einer normalen Mastering-Regie zu stehen. Der ­Arbeitsplatz im Duophonic-Studio wirkt mit der ­modernen, computergestützten DAW, dem hochwertigen, analogen Outboard-Equipment und den bewährten Monitorlautsprechern von Klein und Hummel nicht ungewöhnlich. Wäre da nicht der große Plattenspieler mit dem überdimensional ­wirkenden Tonsystem auf der einen, und auf der anderen Seite des Studios das Technik-Monster mit dem massiven Plattenteller, dem wuchtigen ­Tonarm und dem Schaltpult, das an ein Raumschiff-Cockpit aus einem Science-Fiction-Film der 70er erinnert.  



Duophonic wurde von den Platten-Liebhabern Moritz Illner und David Jahnke gegründet und bietet den kompletten Service rund um die ­Vinyl-Produktion. Während David Jahnke die Planung, Organisation und Lizenzierung abwickelt, kümmert sich der Audio-Experte Moritz Illner um das Mastering und den Vinyl-Schnitt und bedient die beiden Schneide-Werkzeuge.


Mit der kleineren Maschine können Schall­platten-Einzelanfertigungen geschnitten werden.  Das High-Tech-Monstrum gegenüber dient dem Schnitt von Folienmaster-Platten für das Presswerk. Die schwere, alte Dame ist ein Original aus den 70er-Jahren aus dem Hause Georg Neumann Berlin und hört auf den Namen VMS 70. Es gibt weltweit nur noch eine Handvoll voll funktionsfähiger Maschinen dieser Baureihe. Dieses Exemplar wurde von Wilson-Audio modifiziert und modernisiert, was sie dadurch zu einem Einzelstück macht ...