Story: Tocotronic

Tocotronic sind zurück – und haben ein „rotes Album“ im Gepäck. Rick McPhail (Gitarre, Keyboards) sprach mit uns über die Aufnahmen zur neuen Platte, Equipment und Gitarren-Tunings.

Es war zu erwarten, dass Tocotronic als Kritikerlieblinge des deutschen Pop-Feuilletons auch mit ihrer jüngsten, schlicht unter der Bezeichnung „rotes Album“ beworbenen Veröffentlichung für ein beachtliches Presse-Echo sorgen würden. Wenig liest man in den zahlreichen jetzt erschienen Texten über Tocotronics neue Platte allerdings zur Produktion selbiger. Im Gespräch mit Rick McPhail, der als technisch versiertestes Mitglied der Band gilt, haben wir versucht, die Lücke zu schließen.

SOUNDCHECK: Rick, in welchem Studio wurde das „rote Album“ aufgenommen?

Rick McPhail: Wir waren in unterschiedlichen Studios. In Moses Schneiders Transporterraum gab es die ersten Aufnahmen mit Akustikgitarre und Stimme. Das machen Dirk und Moses schon lange so, aber früher waren das dann eher Demos. Dieses Mal haben sie die Stücke schon zum Click und mit programmierten Beats aufgenommen, damit wir sie für die finale Produktion nutzen konnten. Anschließend hat Jan dann seine Basslinien bei Moses eingespielt. Die Entwürfe wurden dann an alle geschickt, um schon an Ideen zu arbeiten oder erste Overdubs zu machen. Ich zum Beispiel habe in meinem Upper Room Studio einige Gitarrenspuren aufgenommen und Dirk hat noch weiter mit Markus Ganter in dessen Studio an Sounds gebastelt. Alle zusammen sind wir schließlich wieder ins Candy Bomber Studio in Berlin gegangen, um Schlagzeug und weitere Sachen wie Gitarren oder Keyboards aufzunehmen und Re-Ampings zu machen. Im Candy Bomber waren wir schon bei der letzten Platte. Die Typen dort sind spitze, und es gibt da einfach tolles Equipment und tolle Räume. Weitere Overdubs, Vocals und so weiter wurden dann noch bei Moses und Markus hinzugefügt...