Story: Nena

Wir waren bei Nenas Open-Air-Konzert in der Berliner Wuhlheide vor Ort und haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen ... Ausgabe 09/2014

Nena kennt die Absurditäten des Musikgeschäfts. Der Legende nach soll die Sängerin Anfang der achtziger Jahre entdeckt worden sein, als sie beim Staubsaugen in der Wohnung des bekannten Fotografen Jim Rakete vor sich hin trällerte. Auch wenn Nena selbst diese Geschichte heute bestreitet – gut passen würde sie zu ihrer an Überraschungsmomenten nicht gerade armen Karriere.

 

Wer hätte etwa 1983 gedacht, dass ein Song wie „99 Luftballons“ international durchstarten und es selbst in den USA bis auf Platz zwei der Charts schaffen und in Großbritannien sogar Platz eins belegen würde? Ebenso verblüfft dürfte Nena gewesen sein, ihr Debütalbum in US-amerikanischen Plattenläden unter dem Label „Indie“ rubriziert zu finden – wo sie doch hierzulande sofort als Teenie-Popstar gehandelt wurde und gefühlt jedes zweite „Bravo“-Cover zierte.


Fast noch beachtlicher ist, dass Nena, von der man musikalisch in den neunziger Jahren nicht mehr viel hörte, 2002 mit dem Album „20 Jahre – Nena Feat. Nena“ wieder in der deutschen Top 5 stand. Und: Hierbei handelte es sich keineswegs um ein kurzes Aufflackern späten Ruhms – die zweite Erfolgswelle des ehemaligen NDW-Stars hält bis heute an. Was man unter anderem daran ablesen kann, dass Nena noch immer ohne Weiteres eine Location wie die Berliner Wuhlheide füllt, eine 17.000-Zuschauer-Venue, in der auch internationale Mega-Acts wie Metallica oder Coldplay spielen. Wir waren im Rahmen von Nenas Open-Air-Gig in der Wuhlheide vor Ort und haben uns angeschaut, mit welchen Mitteln die Sängerin und ihre Band arbeiten ...