Story: Milow

Wir haben den Singer-Songwriter Milow bei seinem Konzert auf dem Tollwood in München besucht ... Ausgabe 10/2014

Was haben Bands wie Rage Against The Machine, Nirvana und Nine Inch Nails mit dem belgischen Singer Songwriter Milow gemeinsam? Sie haben alle ein Album in den legendären Sound City Studios in Los Angeles aufgenommen. Wie es war, in diesen heilligen Hallen zu recorden und wie Milow einen guten Akustik-Gitarren-Sound auf der Bühne realisiert, erfahrt ihr in diesem Interview.

SC: Die Aufnahmen deines neuen Albums „Silver Linings“ fanden in den ehemaligen Sound City Studios in Los Angeles statt. Wie war es, an so einem besonderen Ort zu musizieren?
Milow: Seit dem Film „Sound City" von Foo-Fighters-Drummer Dave Grohl denken viele, dass das Studio bereits geschlossen ist. Es ist jedoch immer noch existent, hat aber neue Eigentümer und heißt „Fairfax Recordings“. Der alte Live-Aufnahme-Raum ist jedoch immer noch vorhanden. Es war super, dort zu arbeiten. Außerdem waren viele sehr gute Musiker an den Aufnahmen beteiligt.

SC: Hast du mit den Musikern zusammen in einem Raum aufgenommen?
MW:
Ja, alles wurde live mit einer Band eingespielt. Den Gesang habe ich separat aufgenommen. Für viele Songs wurden sogar meine als Guide-Vocals geplanten One-Take-Aufnahme-Spuren verwendet. Die Musiker hatten ein sehr hohes Level. Ich wollte möglichst viel Live-Feeling auf die Platte bringen – mit allen Vorteilen der Klanggestaltung im Studio.

SC: Habt ihr mit einem Klick-Track recordet?
MW:
Nein, bei ein paar Songs hatte der Studio-Schlagzeuger einen Klick auf dem Ohr. Vor allem, wenn das Arrangement es verlangt hat. Ansonsten haben wir die Songs komplett ohne Klick eingespielt. Ich möchte, das meine Lieder atmen können. Nehmen wir einen meiner bekannteren Songs: „You Dont Know“. Das Geheimnis des Stückes ist, dass wir ihn im Studio mit mehreren Tempoänderungen aufgenommen haben. Der Song wird alle 20 Sekunden um 1 BPM schneller.