Story: Laith Al-Deen

Laith Al-Deens achtes Studioalbum „Was wenn alles gut geht“ kommt gewohnt eingängig daher. Die Fans des Mannheimers können sich aber auf harte Zeiten einstellen: Al-Deen hat, wie er uns im Interview verriet, eine Metal-Platte in der Pipeline.

Missverstanden hat man Laith Al-Deen früh: In der ersten Rezension etwa, die man über diesen Sänger in der Presse finden konnte, war noch von einem „Deutsch-Rapper aus Mannheim“ die Rede. Später sollte Al-Deen dann ein „Comet“ in der Kategorie „R&B/Hip Hop“ verliehen werden. Al-Deen lehnte den Preis dankend ab und schlug als künftige Kategorie „Deutscher Pop“ vor. Mittlerweile dürften peinliche Nominierungen dieser Art für den Mannheimer kein Problem mehr sein. Und niemand würde ihn heute noch als Rapper bezeichnen. Bestehen bleibt unter manchen aber dennoch das Missverständnis, Al-Deen zähle zu jener Sorte Sänger, die lediglich ihr Gesicht und Stimme einem Produzenten leihen, der dann alle Fäden in der Hand hält. Falscher könnte man nicht liegen: Al-Deen ist, wie sich auch in unserem Interview herausstellte, ein reflektierter, ernsthafter Künstler, der selbst an technischen Aspekten der Musikproduktion und -Performance ein tiefes Interesse zeigt.


SOUNDCHECK: Laith, wie stark bist du eigentlich in die technische Seite deiner Live-Shows involviert?


Laith Al-Deen: Damit verbringe ich relativ viel Zeit. Gerade wenn es um die Kompression von Signalen und solche Geschichten geht, bin ich ziemlich eigen. In der Vorproduktion mache ich...