Story: Imperial State Electric

Auch auf „Honk Machine“ schwelgen Imperial State Electric wieder in Klangwelten der 70er-Jahre. Bandleader Nicke Andersson sprach mit uns über die Vorteile, Recording-Entscheidungen sofort zu treffen, Schnäppchen bei Ebay und seine Jagd nach dem perfekten Gitarren-Tone.

 

Nicke Andersson konnte gleich zwei Stilrichtungen seinen Stempel aufdrücken: Anfang der 90er-Jahre zählte er als Drummer von Entombed zu den Pionieren des skandinavischen Death Metal. Mit den Hellacopters stand er dann etwas später in der Rolle des Sängers und Gitarristen an vorderster Front des Garage-Rock-Revivals. Wir haben mit Andersson über die Produktion des neuen Albums seiner aktuellen Band Imperial State Electric gesprochen.

SOUNDCHECK: Nicke, du hast „Honk Machine“, wie auch schon die vorangegangenen Alben von Imperial State Electric, selbst produziert. Könnte es sein, dass du als jemand, der singt und Gitarre sowie Schlagzeug spielt, anderen beim Produzieren ein paar Schritte voraus bist?


Nicke Andersson: Und nicht zu vergessen: Ich bin auch Bassist (lacht). Nun, ich würde nicht sagen, dass ich wirklich gut auf irgendeinem der Instrumente bin, die ich spiele – aber allein die Tatsache, dass ich all diese Instrumente irgendwie beherrsche, bedeutet schon, dass es leichter für mich ist, das Gesamtbild im Auge zu behalten. Das hilft auf jeden Fall. Lass es mich so sagen: Es ist mir egal, dass die Gitarre super klingt, wenn der Rest nichts taugt. Man wird ja immer mal wieder auf eine Band aufmerksam gemacht nach dem Motto: „Hör dir die mal an, die haben einen super Drummer!“ Aber was soll mich daran interessieren, wenn die Songs nicht gut sind?

SC: Klar, die Songs sind das A und O. Widmest du dich bei der Produktion aber vielleicht doch dem einen oder anderen Instrument intensiver? Ich gehe mal davon aus, dass das etwa beim Schlagzeug schon deshalb der Fall ist, weil man mehr Mikrofone einsetzt …


NA: Ich nutze gar nicht sonderlich viele Mikros für die Drums. Versteh mich nicht falsch: Technologie ist toll, aber man kann es auch übertreiben ...