Story: Go Go Berlin

Go-Go-Berlin-Gitarrist Mikkel Dyrehave spricht im SOUNDCHECK-Interview über die Aufnahmen zum aktuellen Album New Gold, Amp-Prototypen und mehr ... Ausgabe 10/2014

Nein, diese fünf jungen Herren kommen, auch wenn es der Name ihrer Band anderes vermuten lässt, nicht aus der deutschen Hauptstadt. Go Go Berlin stammen aus Dänemark - und das hört man ihrem aktuellen Album auch an. Das Debüt „New Gold“ der jungen Band aus dem hohen Norden belegt einmal mehr, dass Skandinavien eine Ausnahmeregion in Sachen Musik ist. So druckvoll und dreckig spielt man im übrigen Europa, mit der Ausnahme des Vereinigten Königreichs, keinen Rock ‘n‘ Roll.
Wie so viele ihrer skandinavischen Kollegen verstehen Go Go Berlin es, anglo-amerikanische Einflüsse von ewigen Rock-Göttern wie den Rolling Stones und Led Zeppelin oder retro-affinen Bands jüngerer Zeit, etwa den Kings of Leon, zu einer hochexplosiven Mischung zu vermengen, die im Club wie im Stadion gleichermaßen funktioniert.

SOUNDCHECK: Mikkel, euer Sound hat ja einen ziemlichen Vintage-Drall. Verfolgt ihr diese Retro-Ästhetik bewusst?
Mikkel Dyrehave:
Wir haben uns einfach aus all der Musik, die wir in unserem Leben gehört haben, das herausgepickt, was uns am besten gefallen hat. Wirklich absichtlich machen wir das nicht. Ich meine, wir haben uns nicht hingesetzt und gesagt: „Lass uns nach dieser oder jener Dekade klingen!“ Man hat heutzutage nun mal die Möglichkeit, sich das Beste aus der Rock-Geschichte herauszusuchen.

SC: Wer hat euch denn konkret beeinflusst?
MD:
Wir hören gerne Sachen von den Stones oder den Doors, aber auch Franz Ferdinand, Kings of Leon oder The Strokes. Wir haben alle sehr unterschiedliche musikalische Hintergründe.