Story: Five finger Death Punch

Five Finger Death Punch zählen zu den erfolgreichsten Metal-Bands der USA.

Wir sprachen mit Gründungsmitglied und Drummer Jeremy Spencer über die Aufnahmen zum neuen Album „Got Your Six“, Warm-up-Routinen und seine Anfänge im Musikgeschäft.

Nachdem Five Finger Death Punch sich im Mai während eines Konzerts live auf der Bühne gezofft hatten, machten Gerüchte um die Auflösung des kalifornischen Metal-Fünfers die Runde. Im Zuge ihrer jüngsten Deutschland-Gigs als Support von Judas Priest präsentierten die US-Amerikaner sich aber bereits wieder als schlagkräftige Einheit – und verpassten ihren Fans wie gewohnt einen kräftigen Hieb Metal voll auf die Zwölf. Wir trafen Death-Punch-Drummer und -Gründungsmitglied Jeremy Spencer zum Gespräch.

SOUNDCHECK: Jeremy, ihr habt euer neues Album „Got Your Six“ wieder mit Kevin Churko aufgenommen …
Jeremy Spencer: Ja, wir lieben es, mit Kevin zu arbeiten. Er ist für uns so etwas wie ein Bandmitglied. Die Arbeit mit ihm läuft echt reibungslos. Und für mich als Schlagzeuger kommt noch hinzu, dass Kevin selbst Schlagzeuger ist. Wir können Ideen austauschen. Kevin bringt mich dazu, das Beste aus mir herauszuholen und auch einmal Dinge auszuprobieren, die ich noch nicht versucht habe. Und er hat natürlich als Schlagzeuger ein super Ohr für Drumsounds. Außerdem ist er schlicht ein toller Kerl.

SC: Kevin bringt dann auch konkrete Vorschläge ein, was dein Schlagzeug-Equipment betrifft, oder ist das komplett dein Gebiet?
JS: Nein, da tauschen wir uns aus. Kevin hat eine ganze Wand voller Trommeln in seinem Studio. Es macht Spaß, davon Sachen auszuprobieren. Ich trommle so lange auf verschiedenen Snares und anderem Zeug herum, bis wir das passende Teil gefunden haben. Manchmal entscheidet man sich dann natürlich auch für Sachen, bei denen man erst im Kontext des kompletten Songs merkt, dass man besser einen anderen Weg verfolgt hätte. Dann wird halt noch mal von vorne begonnen. Kevin hört erst mit der Arbeit auf, wenn alles passt.

SC:
Er hat ja auch eine ganze Weile als Assistent von Mutt Lange gearbeitet, der für seinen Perfektionismus berüchtigt ist …
JS: Ja, Kevin ist beim Meister in die Lehre gegangen. Man kann wirklich sehen, wie sehr Mutt Kevins Herangehensweise an das Produzieren beeinflusst hat. Und das überträgt sich auch auf mich. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich freue mich jeden Tag aufs Studio. Das ist nicht selbstverständlich...