Story: Bilderbuch

Wir haben die Band Bilderbuch bei einem Konzert besucht und mit ihnen über Songwriting und ihre Live-Effekte gesprochen ... Ausgabe 06/2014

SOUNDCHECK: Ihr beschreibt euren Stil als Crossover – neben klassischem Indie-Rock hört man viele Elemente aus dem Elektro und Hip-Hop heraus. Wie habt ihr diesen Stil für euch gefunden?


Maurice Ernst: Durch die moderne Art und Weise Musik zu hören. Da ist schon ein Crossover vorprogrammiert. Weil du heutzutage einfach so viele unterschiedliche Musikstile hören kannst, ohne irgendwie groß in den Plattenkisten zu suchen. Du musst nur einen Namen eintippen, um von Soul über Techno zu Punkrock zu kommen. Alles hängt ja irgendwie zusammen. Du verstehst heute besser die Verbindungen und hörst sie schneller heraus. Du musst sie nicht mehr in irgendwelchen Büchern nachstudieren. Ich glaube, weil heute alles so schnell ist und ein Ganzes, haben wir uns natürlich an allen möglichen Dingen bedient, die einem so unterkommen in den Jahren. Und das war nicht nur eine Richtung oder zwei, es waren halt extrem viele Einflüsse, und die haben wir verbunden, und das ist jetzt eben eine neue Art Crossover, den ich auch öfter bei verschiedenen Produktionen anderer Musikrichtungen heraushöre. So ein grundsätzliches Offensein gegenüber Dingen, und die in sein Genre reinlassen.



SC: Durch das Internet und die ständige Verfügbarkeit jeglicher Musik hat sich also auch die Arbeit beim Songwriting verändert?


ME: Ja natürlich. Du kommst von einem Ding zum Anderen und baust dir selber deine eigene Musik zusammen. Du musst keiner Jugendgruppe oder keiner Szene mehr angehören und kannst dir sehr eigenständig dein Sammelsurium an Musik zusammenstellen. Durch das Internet kann man das viel einfacher machen. Man kann sich leichter ausprobieren ...