Story: 3A

Wir sprachen mit dem Teenie-Trio über effektives Proben und den Unterschied zwischen Mucken und professionellem Musizieren ... Ausgabe 07/2014


Wer sich in der Duisburger Fußgängerzone Geld für besseres Equipment erspielt, meint es ernst mit der Musik. Dieses Engagement hat die drei Brüder Adam (Gitarre, Gesang), Abel (Bass) und Aaron (Gitarre) unter dem Banner ihrer Band 3A ziemlich schnell ziemlich weit gebracht. Die drei Jungs aus Geldern in Nordrhein-Westfalen stehen in den Startlöchern zu einer Profikarriere. Und da sie auch noch unter die Fittiche des Mannes genommen wurden, der schon Tokio Hotel produzierte und eine vergleichbare Zielgruppe ansprechen, ist dieser Vergleich so unausweichlich wie überflüssig. Es sind einfach drei Jungs, die nicht nur gemessen an ihrem Alter verdammt gekonnten Power-Pop-Rock mit Kuschelfaktor an den richtigen Stellen zelebrieren. Wir trafen Adam, Aaron und Abel zum Interview.

SOUNDCHECK: Wie fing es bei euch denn mit dem Musizieren an? War immer klar, dass ihr eine Band unter Brüdern werdet?

Aaron: Mit acht oder neun Jahren hat uns unser Vater zu Weihnachten eine Gitarre und ein Schlagzeug geschenkt – und die haben wir dann auch ausgiebig benutzt, bis es unseren Eltern doch zu laut wurde. Dann war erstmal wieder Schluss, aber ein Jahr später ging es weiter. Ich ging zur Musikschule, um Schlagzeug zu lernen. Später haben Adam und Abel dann auch mit dem Musizieren angefangen. Wir haben dann mehr oder weniger automatisch zusammen Musik gemacht und angefangen, Coversongs zu spielen. Irgendwann waren wir dann eine Band und die ersten Auftritte kamen.

 

SC: Wann fing es denn dann bei euch mit den eigenen Songs an? 

Adam: Wir hatten im Laufe der Zeit einige Auftritte, und bei einem Gig auf einem Schulfest kam der Vater von einer Klassenkameradin, der Musik produzierte, auf uns zu. In seinem Heimstudio haben wir dann ein paar Cover-Songs aufgenommen. Er kannte den Produzenten Peter Hoffmann (Produzent von u.a. Tokio Hotel, LaFee, Anm. d. R.), und mit dem Kontakt zu ihm wurde irgendwie alles ambitionierter. Wir fingen dann an, eigene Songs zu schreiben – zuerst auf Englisch, weil wir das cooler fanden. Peter ermutigte uns jedoch, deutsche Lieder zu machen. Bei ihm arbeitet auch David Bonk
(Interview im Kasten auf Seite 22, Amn. d. R.), der jetzt als unser Produzent die Verantwortung übernommen hat und für die Band auch darüber hinaus eine wichtige Person geworden ist
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