Special: Sound Design Teil 2

In unserem großen Special zum Thema Sound-Design erläutern wir, wie ihr Audio-Spuren klanglich auf Vordermann bringt. Diesmal widmen wir uns der Dynamikbearbeitung, den Send-Effekten und mehr.

Im ersten Teil unseres Sound-Design-Specials haben wir uns bereits ausführlich mit dem Thema EQing befasst und sind auch auf Funktionsweise und Parameter des Kompressors eingegangen. Im zweiten Teil wollen wir uns zunächst einige Kompressor-Einstellungen für spezifische Signale anschauen sowie einige weitere Effekttypen vorstellen und schließlich (in den 7 goldenen Regeln) auch genre-typische Klanggestaltungen betrachten.

Dynamik


Mit dem Begriff „Dynamik“ meint man in der Tontechnik jenen Pegelbereich, der nach unten durch das Grundrauschen des Audiosystems und nach oben durch die maximal mögliche verzerrungsfreie Aussteuerung des Audiosystems begrenzt wird. Neben der Arbeit am Frequenzgang per EQ zählt die Dynamikbearbeitung zu den wichtigsten Schritten bei der Klanggestaltung einer Audio-Spur: Während man mit dem EQ Einfluss auf den Pegel bestimmter Frequenzen nimmt, legt man per Kompressor, Limiter und ähnlichen Werkzeugen den Pegel eines Signals (meist) frequenz­unabhängig sowie auf der Zeitachse fest.
Die folgenden signalspezifischen Einstellungstipps sollen als Anhaltspunkte dienen – allgemeingültige Regeln gibt es auch hier, wie so oft in der Musikproduktion, nicht. Ob ein bestimmtes Parameter-Setting passt, hängt vom jeweiligen tontechnischen Equipment, dem Audiomaterial und nicht zuletzt dem Geschmack des Künstlers beziehungsweise Produzenten und/oder Engineers ab. Es handelt sich hierbei jedoch um Einstellungen, die sich in vielen Produktionen bewährt haben...