Special: Sound Design Teil 1

Zwar hat man als Musiker großen Einfluss auf den Klang des Songs, doch der Sound einer Produktion entsteht nicht allein am Instrument. Von der Auswahl des richtigen Mikrofons, über die Art der Aufnahme bis zum Mix: Wer gekonntes Sound-Design betreibt, bringt seine Songs nach vorne.

Für fast alle modernen Musikstile gilt: Der Klang eines Instrumentes, den man im fertig produzierten Song hört, weicht vom natürlichen Sound des Instruments oft stark ab. Ein gutes Beispiel ist hier das Schlagzeug. Wer bislang Drums nur als Teil eines bereits aufgenommenen und gemischten Tracks gehört hat, wird sich wundern, wenn er zum ersten Mal in einen Proberaum geht und dort einen Drummer live spielen hört. Musiker sind mit diesem Phänomen natürlich vertraut. Und doch wird gern unterschätzt, welcher Aufwand betrieben werden muss, um eine Instrumentenspur so klingen zu lassen, dass sie mit aktuellen Produktionen mithalten kann.
Die Gründe für den Kontrast zwischen natürlichem Sound und dem bearbeitetem Signal sind vielfältig. Um beim Beispiel Schlagzeug zu bleiben: Schon die Auswahl der Mikrofone hat hier enormen Einfluss auf den Sound. So ist ein beliebtes Bassdrum-Mikro wie das AKG D 112 etwa auf tiefe Frequenzen hin optimiert und bildet den Sound der Kick daher mitnichten so ab, wie ihn das menschliche Gehör wahrnehmen würde. Ein weiterer Faktor liegt in der Art der Mikrofonierung. Ein per Close-Miking abgenommenes Drumkit klingt schon deshalb anders, weil die Klangquellen hier an Punkten im Raum abgenommen werden,