Special: Richtig Sound-checken

Der Soundcheck ist ein Ritual, das jede elektrische Band vor der Show zu absolvieren hat. Dieses Ritual gab dieser Zeitschrift ihren Namen, und es ist eine Aktion für sich. Tran­sport, Aufbau, Soundcheck, Gig – und dann alles wieder runter von der Bühne – das sind Stationen an einem Gig-Tag, die es in sich haben. Und immer wieder kann man erleben, wie etwas schief geht, wie selbst bei erfahreneren Bands beim Soundcheck der Grund­stein für einen garantiert misslungenen Sound gelegt wird. Hier steht, wie man es richtig macht.

Über die Vorbereitung eines Gigs gäbe es schon viel zu schreiben, viele Erfahrungen weiterzugeben. Vom richtigen Proben, der richtigen Programmierung der Amps ohne nervige Pegelsprünge beim Umschalten der Sounds, über die richtige Verpackung, den richtigen Transport ohne Rückenschäden und Handverletzungen, darüber, was man alles dabei haben sollte, von Ersatzsaiten und -Gitarren, von Wartung, Werkzeug und vernünftig ausgedruckten Lead Sheets. Aber all diese Dinge sind bereits erledigt und in den Autos, wenn das losgeht, wovon in diesem Special die Rede ist: Line-Check und Soundcheck. Die Autos parken also bereits an der Bühnenkante respektive am Bühneneingang. Und nun? 

Orientierung vor Ort

Der erste Schritt beim Ankommen an der neuen Venue, noch vor Sichtung der Bühne und des Saals, betrifft die Sicherheit der Wertsachen: Meistens haben wir Mitreisende, die weder schwer tragen können, noch Ahnung haben, und die möglicherweise auch Schuhwerk anhaben, in dem man keine Bühne aufbaut – denen wir aber vertrauen und die uns sagen: „Sag Bescheid, wie ich helfen kann.“ Diese Mitreisenden haben einen ersten verantwortungsvollen Job: Die offenen Autos mit dem Equipment bewachen, mit Argusaugen und dem Schlüssel in der Hand und zwar solange, bis sie ausgeladen sind und weggeparkt werden können. Dieser Job ist sehr wichtig, hält uns den Kopf frei und muss delegiert werden ...