Special: Power PAs für Club und Proberaum

Die besten PA-Lautsprecher für Musiker ... Ausgabe 09/2014

Schaut man sich die aktuellen Produktfamilien der Markenhersteller an, fällt auf, dass der Trend auch bei preiswerteren Boxen immer mehr in Richtung digitaler Endstufenmodule, oft mit vorgeschaltetem DSP geht. Dies gilt für viele, aber noch längst nicht für alle Lautsprecherserien, denn auch mit analogem Processing sind sehr gute Anpassungen an die Box und ihre Treiber möglich.


Was „analog“ und „digital“ im Zusammenhang mit Aktivboxen heißen soll, ist nicht so einfach zu definieren, und die Details der Schaltungen werden von den Herstellern schließlich auch nicht bekannt gegeben. Aber die Herausforderung für den Konstrukteur besteht darin, die notwendigerweise immer auftretenden Nichtlinearitäten der Komponenten so miteinander zu kombinieren und abzustimmen, dass das Endergebnis zumindest in den wichtigsten Frequenzbereichen dem Ideal einer linearen Wiedergabe möglichst nahe kommt. Die Grenzen, innerhalb derer sich die Physik überlisten lässt, werden immer weiter ausgedehnt. Die Qualität der Beschallungsboxen ist stetig gestiegen, und eine ganze Reihe verschiedener Hersteller beherrscht die außerordentlich komplexe Kunst des Lautsprecherbaus. Komplex ist diese Materie deshalb, weil es so viele verschiedene Zielkonflikte gibt, die untereinander abzustimmen sind.

Design mit Zielkonflikten


Wenn eine Membran klein ist, kann sie keine tiefen Frequenzen übertragen. Ist sie zu groß, nimmt auch die Masse des Systems zu, und damit auch die Masseträgheit, was wiederum eine schlechtere Impulswiedergabe zur Folge hat. Bedienen sich die Magnet-Legierungen Seltener Erden (etwa dem chemischen Element Neodym), um eine höhere Magnetisierbarkeit pro Masse zu erzielen, geht es ins Geld. Ist die Box groß, kann das Horn länger sein, und es gibt mehr Möglichkeiten, die Bassreflextunnel zu gestalten, um tiefere Frequenzen abstrahlen zu können. Aber damit wird die Box auch schwerer – und so weiter ...