Special: PA-Effekte sinnvoll einsetzen

Während Tontechniker im Studio in unzähligen Versuchen den richtigen Sound finden können, muss der Live-Mixer es auf Anhieb schaffen. Unser Special hilft euch, eure PA mit den richtigen elektronischen Hilfen auszurüsten, damit euer Live-Sound eurer CD so nah wie möglich kommt.

PA Anlagen haben sich durch den Einsatz der digitalen Signalverarbeitung weiterentwickelt und bieten heute, durch digitale Mischpulte, viele integrierte Effekte, die bei analogen Pulten oft nicht vorhanden waren. Wir zeigen euch, wie diese Effekte sinnvoll eingesetzt werden und wie sie sich auf den Sound der PA Anlage auswirken.

Studio PA Sound jetzt auch live

Musiker möchten möglichst ihren im Studio entwickelten PA Sound auch auf die Bühne bringen. Dies scheiterte zu analogen Zeiten oft an den fehlenden Effektgeräten. Erst durch den Einsatz der digitalen Mischpulte mit ihren integrierten Effekten kann dieser Wunsch nun Wirklichkeit werden. Vorausgesetzt, der Techniker am Mischpult weiß, wie man diese neuen Möglichkeiten der Signalbearbeitung einsetzt. Reichte es früher oft, wenn man mit den beschränkten analogen Möglichkeiten klar kam, so erwarten die digitalen Pulte mit ihren zusätzlichen Features schon ein tiefergehendes Wissen um die Signalbearbeitung und die Bedienung des jeweiligen Mischpultes. Gleich, ob ihr über eine eigene PA Anlage verfügt oder ob ihr die PA nur anmietet, – stellt sicher, dass euer Tontechniker das System und vor allem das Mischpult kennt und auch schon Erfahrungen damit gesammelt hat.

Wozu Effekte in einer PA Anlage?

Eigentlich soll eine PA Anlage doch nur den Sound der Musiker auf der Bühne möglichst natürlich wiedergeben. Auf der anderen Seite erwartet der Zuhörer aber dass der PA Sound so klingt, wie auf der im Studio eingespielten CD. Die Kunst des Tontechnikers besteht darin, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln diese Brücke zu bauen. Seine Werkzeuge sind Effekte, die das von der Bühne kommende Signal so bearbeiten sollen, dass es wie das im Studio Aufgenommene klingt.

Die eingesetzten Effekte lassen sich in folgende Gruppen zusammenfassen:

Dynamische Effekte

Dynamische Effekte beeinflussen die Lautstärke des Signals. Dazu gehören

  • Kompressoren
  • Limiter
  • Gates
  • Hi- und Low-Pass-Filter

Modulations-Effekte

Modulations-Effekte verändern die Tonhöhe des Signals. In dieser Gruppe finden wir Effekte wie

  • Chorus
  • Flanger
  • Phaser
  • Vocoder
  • Pitch-Shifter
  • Harmonizer
  • Auto-Pitch-Correction

Raum-Effekte

Raum-Effekte sind Signalwiederholungen in bestimmten, zeitlichen Abständen. Diese Gruppe beinhaltet

  • Echo (Delay)
  • Hall (Reverb)
  • Doubling-Effekt

Klangverändernde Effekte

Effekte dieser Gruppe wirken sich direkt auf den Klang des Signals aus. Hierzu gehören beispielsweise

Um den Studio-Sound auch unter Live-Bedingungen reproduzieren zu können, müssen wir den gesamten Signalweg unter die Lupe nehmen. Dies beginnt bereits mit der Signalabnahme auf der Bühne und endet mit der Signaloptimierung (DSP-Steuerung) für das zum Einsatz kommende Lautsprecher-System. Welche Geräte und Effekte auf dem Weg des Signals von der Bühne bis zur Wiedergabe durch die Lautsprecher zum Einsatz kommen können, haben wir für euch etwas genauer unter die Lupe genommen.

Die Signalabnahme auf der Bühne

Ob ein Instrument oder eine Stimme gut klingt, entscheidet sich oft bereits bei der Signalabnahme auf der Bühne. Deshalb solltet ihr besonders darauf achten, dass möglichst hochwertige Mikrofone und DI-Boxen verwendet werden. Denn nur was diese an Sound einfangen, kann über die Lautsprecher wiedergegeben werden.

Um eine möglichst genaue Reproduktion des Signals zu ermöglichen, verwenden Profis für die Abnahme ihrer Instrumente häufig live die gleichen Mikrofone wie im Studio. Natürlich unterscheiden sich die Bedingungen auf der Bühne erheblich von den Aufnahmebedingungen im Studio. Mikrofone für den Einsatz auf der Bühne müssen konzeptionell auf diese Bedingungen abgestimmt sein. Jedoch solltet ihr auch live, wie im Studio, auf die Qualität und den richtigen Einsatz eurer Mikros achten. Ein Bass-Drum-Mikrofon gehört nur in die Bass-Drum und eignet sich sicher nicht als Over-Head-Mikro.

Damit man als Musiker auf der sicheren Seite ist, sollte man sich am besten selbst um die richtige Abnahme seines Instruments kümmern. Arbeitet man mit PA-Verleihern, weiß man nie, welche Qualität die Mikrofone und DI-Boxen haben. Benötigt ihr für euren PA Sound besondere Effekte, wie eine spezielle Echo-Fahne am Ende eines Songs, solltet ihr diese Effektgeräte selbst mitbringen und auch steuern. Der PA Tontechniker kennt euer Songmaterial nicht und ist daher mit solchen „Sonderaufgaben“ überfordert. Wenn ihr euer In-Ear-Monitoring-System auf der Bühne verwenden wollt, solltet ihr das rechtzeitig vorher mit dem Tontechniker besprechen und klären, ob das überhaupt möglich ist.

Stagebox und Multicore-Kabel

Ist das Signal abgenommen, leiten es die Kabel zur Stagebox, deren Aufgabe das Sammeln aller Signale ist. Bei analogen Systemen oder digitalen Mischpulten, die die Digitalisierung des Audiosignals integriert haben, sendet die Stagebox alle Signale über ein angeschlossenes, dickes Multicore-Kabel zum Mischpult. Darin sind alle Leitungen von der Bühne und zur Bühne zusammengefasst.

Kommt ein digitales Mischpult zum Einsatz, kann die Stagebox auch bereits die analog-digital-Wandlung übernehmen. Sie sendet die bereits digitalisierten Signale mit einem dünnen, leichter zu verlegendem, Netzwerkkabel an das Mischpult. Die digitale Technik geht bereits so weit, dass die Stagebox die gesamte Signalbearbeitung übernimmt und die Signalsteuerung über ein per WLAN angeschlossenes Tablet erfolgt. Ein Mischpult ist damit vollkommen überflüssig.

Mischpult und Side-Rack der PA Anlage

Wie im Studio erfolgen auch im Live-Betrieb die eigentliche Signalbearbeitung und die Mischung der Einzelsignale zu einem Stereo-Summensignal am Mischpult. Im zugehörigen Side-Rack sind alle externen Effektgeräte untergebracht.

Über das sogenannte „Fan-Out“ des Multicore-Kabels (das alle im Multicore-Kabel zusammengefassten Leitungen wieder in einzelne Kabel mit XLR-Steckern auflöst) erfolgt die Zuordnung der Signale von der Bühne auf die gewünschten Kanalzüge des Mischpultes.

Jeder Live-Mischer hat bei der Kanalvergabe seine persönlichen Vorlieben. Diese sind oft abhängig von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanäle und Kanalgruppen. Ein beliebtes Muster beginnt mit dem Schlagzeug bei Kanal 1 mit der Bass­drum über die Snare-Drum, die Hi-hat und die Toms bis hin zu den Overhead-Mikros.

Diese Kanäle werden dann gerne alle auf die Gruppe „Drums“ zusammengefasst, um so das gesamte Schlagzeug über einen Fader regeln zu können. Der nächste freie Kanal wird vom Bass belegt, gefolgt von den Keyboards und Gitarren sowie weiteren Instrumenten. Als Schlusslicht kommen dann die Vocal-Mikrofone, beginnend mit den Lead-Vocals, gefolgt von den Background-Vocals.

Alle Instrumente gleichen Charakters, wie beispielsweise mehrere E-Gitarren, und alle Vocal-Mikrofone werden in Gruppenkanälen zusammengefasst. Dies erleichtert zum einen die gemeinsame Lautstärkenregelung für den Mix und ermöglicht zum anderen die gemeinsame Nutzung von Effekten für die ganze Gruppe.

Hat man beispielsweise nur einen Kompressor zur Verfügung, kann dieser über den Insert-Weg der Gruppe „Vocals“ für alle Gesangsmikros genutzt werden, statt über den Kanalzug-Insert-Weg nur für den Lead-Sänger. Die Vocal-Kanalzüge kommen am Ende der Kanalvergabe, da sie am meisten nachjustiert werden müssen. So liegen die entsprechenden Vocal-Fader möglichst nahe an den Fadern für die Gruppen und den Summenkanal und sind vom Mischer bequem und schnell zu erreichen.

Sind alle Kabel des Fan-Outs angeschlossen, ist der erste Schritt die richtige Aussteuerung der Signalstärke am Eingang des jeweiligen Kanalzugs, oft auch als „Gain“ bezeichnet. Ganz gleich, wie laut das Signal später im Mix wiedergegeben werden soll, sollte die Signalstärke optimal ausgesteuert werden, das heißt so stark wie möglich, jedoch nicht übersteuert.

Kommt das Signal nicht von einem Mikrofon, sondern von einem Vorverstärker oder Effektgerät auf der Bühne, kann es nötig werden, die Eingangsempfindlichkeit auf Line-Pegel umzuschalten oder mit dem 20 dB-Pad abzusenken.

Den zuschaltbaren High-Pass-Filter (oft gleich daneben) um Trittschall unter 100 Hz auszulöschen könnt ihr auch gleich für die Vocals aktivieren. Schaltet ihn auch für alle Kanäle zu, bei denen keine Frequenzen von unter 100 Hz zu erwarten sind. Danach kommt bei den meisten Pulten die Klangregelung mit Hilfe eines drei- oder vierbandigen Equalizers. Dieser sollte bei allen Kanälen vor dem Soundcheck auf Linear, also auf „0“, eingestellt sein.

Anschließend geht es bei den meisten Pulten in die Effekt-Sektion, auch oft als „AUX“ bezeichnet. Je größer das Pult ist, desto mehr AUX-Wege hat es. Abhängig von der Anzahl der zur Verfügung stehenden AUX-Wege ist es die Entscheidung des Mischers, welche AUX-Wege für den Monitor-Mix verwendet und welche AUX-Wege für externe Effekte genutzt werden.

Manchmal sind auch bestimmte AUX-Wege für interne Effekte schon fest vorbelegt. Das hängt von Fabrikat und Architektur des Mischpults ab. Hier ist es eindeutig von Vorteil, wenn man beides genau kennt.

Send- und Insert-Effekte

Grundsätzlich unterscheidet man bei Effekten zwei Gruppen. Die sogenannten Send-Effekte, welche zusätzlich zum Original-Signal hinzugemischt werden und die Insert-Effekte, die das Signal direkt durchlaufen und das Original-Signal verändern.

Einige Beispiele:
Send-Effekte ergänzen das Originalsignal und werden – wie beispielsweise auch Delay, Reverb oder Chorus – zum Originalsignal hinzugemischt. Kommen dabei externe Effektgeräte zum Einsatz, werden nicht selten deren Ausgänge, wie im Studio, auf eigene Kanäle des Mischpultes gelegt. So kann man schnell über einen Fader den Effektanteil regeln.

Der Eingang dieser Effektgeräte wird mit dem AUX-Ausgang eines bestimmten AUX-Weges verbunden. Verbinden wir beispielsweise den AUX-Ausgang 3 mit dem Eingang eines Hallgerätes und routen die Stereo-Ausgänge L/R auf Kanal 23 und 24 unseres Mischpultes. Dann können wir am Mischpult für jeden Kanal über den Regler für AUX 3 bestimmen, wie viel Hall wir für den jeweiligen Kanal haben wollen. Über die Fader für Kanal 23 und 24 können wir nun den Hallanteil für alle Kanäle gleichzeitig nochmal anpassen. Über den Mute-Schalter für beide Kanäle könnte man den Hall auch ganz einfach abschalten, zum Beispiel während Ansagen zwischen den Songs.

Natürlich muss bei den Kanälen 23 und 24 dann der AUX 3 Regler auf „0“ stehen (internes Feedback) und der Pan-Regler entweder ganz links oder ganz rechts eingestellt sein. Das ist abhängig vom Ausgang des Effektgerätes. So soll das Stereo-Bild des Halls erhalten bleiben. Braucht man die Regelbarkeit über die Fader nicht oder sind keine Kanäle am Pult mehr frei, werden die Ausgänge des Hallgerätes mit den AUX 3 Returns L/R des Mischpults verbunden. Diese können meist noch über einen Drehregler eingestellt werden.

Insert-Effekte verändern das Originalsignal und werden mit Hilfe sogenannter Insert-Kabel in den Signalweg eines Kanals oder einer Kanalgruppe eingeschleift. Insert-Kabel haben an einem Ende einen 6,3-mm-Stereo-Klinkenstecker. Damit werden zwei unsymmetrische Kabel mit je einem 6,3-mm-Mono-Klinkenstecker zusammengefasst. Dabei wird das Signal von der Spitze des Stereo-Klinkensteckers über das Send-Kabel mit dem Eingang des Effektgerätes verbunden. Der Ausgang des Effektgerätes wird über das Return-Kabel wieder zum Mischpult zurückgeführt. Das Return-Kabel ist mit dem Ring des Stereo-Klinkensteckers verbunden.

Der Schaft des Stereo-Klinkensteckers führt die Masse beider Kabel zusammen. Da es sich bei Insert-Kabeln um eine unsymmetrische Signalführung handelt, sollten die Kabel so kurz wie möglich sein. Verlegt werden sollten sie möglichst weit entfernt von Netzteilen oder Netzkabeln. Verwendet man sehr viele Insert-Kabel, sollten sie und andere signalführende Kabelverbindungen zum Side-Rack möglichst in einem eigenen Multicore-Kabel zusammenfasst werden. Dieses kann eventuell sogar über Harting-Steckverbindungen schnell und sicher angeschlossen werden.

Beispiele für Insert-Effekte sind

  • Verzerrer
  • Kompressor
  • Limiter
  • Gates
  • Auto-Pitch-Correction
  • Equalizer
  • High- und Low-Pass-Filter

Das Side-Rack – was rein muss und was kann

Egal ob es sich um ein analoges oder ein digitales Mischpult handelt, internen Effekten sollte immer der Vorzug gegeben werden. Jeder externe Effekt bringt durch die Kabelverbindung und die eventuell zusätzlich notwendige AD/DA-Wandlung Nachteile mit sich. Auch wenn Mischpulte bereits viele Effekte integriert haben, kommt man nicht ganz ohne Side-Rack aus.

Nachfolgend findet ihr eine Reihe von gängigen Effektanwendungen im Rahmen des Setupas einer PA Anlage. Natürlich kann diese noch ergänzt werden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und jeder Tontechniker hat seine Schätzchen und Kniffe, wie er an seinen speziellen PA Sound kommt.

Kompressor / Limiter / Gate

Obwohl es sich dabei eigentlich um drei vollkommen unterschiedliche Effekte handelt, werden diese oft in einer Einheit zusammengefasst. Denn alle Effekte beeinflussen die Dynamik oder das Vorhandensein des Signals und dessen Lautstärke. Bei diesen Effekten handelt es sich um die wohl am meisten zum Einsatz kommenden Signalveränderungen.

Der Kompressor verringert in einem frei wählbaren Verhältnis (Ratio) die Dynamik eines Signals. Das heißt, leise Signale werden lauter und laute Signale werden leiser. Kompressoren kommen überall dort zum Einsatz, wo eine möglichst gleichbleibende Signallautstärke gewünscht wird. Beispielsweise bei den Drums, dem Bass und den Vocals.

Anders als der Kompressor, der auch leise Signale anhebt, beschränkt der Limiter das Signal nur nach oben auf eine eingestellte Maximallautstärke. Diese sollte den Wert von 0 dB nicht übersteigen.

Gates lassen das Signal nur durch, wenn die Lautstärke einen einstellbaren Minimalwert übersteigt (wie beim Einsatz als Noise-Gate zur Unterdrückung von Grundrauschen). Sie schließen wieder automatisch nach einer bestimmten, einstellbaren Zeit (Release) oder wenn das Signal schwächer als der eingestellte Minimalwert wird. Gates kommen meist bei den Kanälen für die Bass-Drum, die Snare und die Toms zum Einsatz. Sie sollen die Ausklingzeiten der einzelnen Kessel begrenzen und einem Dröhnen vorbeugen.

Multi-Effekt-Geräte

Es schadet nicht, zwei oder drei Multi-Effekt-Geräte, wie das Yamaha SPX2000, im Side-Rack zu haben, die man bei Bedarf in den einen oder anderen Kanal einschleifen kann. Sind die gewünschten Effekte nicht in das Mischpult integriert, freut man sich, wenn man auf diese Geräte zugreifen kann. Der akustischen Gitarre oder dem Bass kann man mit einem schönen Chorus das Schweben lernen oder den Vocals mit einem gut klingenden Hall den nötigen Raum verschaffen. Diese Geräte sind erstaunlich flexibel und lassen kaum noch Effektwünsche offen.

Summen-Equalizer

Jeder Raum klingt anders; oft gibt es sogar Klangunterschiede innerhalb eines Raumes. Das passiert, wenn zum Beispiel die eine Wand aus Stein und die andere aus einem Vorhang besteht. Um auf diese räumlichen Unterschiede reagieren zu können sollte zur Einstellung des Klangs des Summensignals ein zweikanaliger, 31-Band-Graphic-Equalizer nicht fehlen. Damit ist es möglich, nur auf einer Seite die Höhen etwas anzuheben. Angeschlossen wird der Equalizer im Insert-Weg des Summensignals. Er ist die letzte Instanz bevor das Signal vom Mischpult wieder zurück zur Bühne zu den Endstufen geschickt wird.

Der CD / MP3-Player

Jedes Side-Rack sollte einen CD/MP3-Player haben. Damit kann man für die musikalische Untermalung der Auf- und Umbauphasen sorgen oder auch mal ein Band-Intro abspielen. Da man nie so genau weiß, in welcher Form die Bands ihr Intro mitbringen, ist es von Vorteil, wenn das Laufwerk möglichst flexibel in Bezug auf die abspielbaren Dateiformate ist.

Die Stromversorgung für Side-Rack und Mischpult

Die Geräte in eurem Side-Rack und das Mischpult freuen sich über eine Stromversorgung mit Filterung des Stroms und dem Schutz vor Überspannung, beispielsweise durch einen Blitzeinschlag in der Nähe. Nichts ist lästiger, als wenn man jedes Mal ein Knacksen in der PA Anlage hört, wenn sich im Nebenraum die Kühltruhe einschaltet. Deshalb lohnt sich eine intelligente und professionelle Mehrfachsteckdose aus dem Hause Furman in jedem Fall. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die stilvolle und dezent dimmbare Beleuchtung eures Side-Racks. Damit findet ihr auch im Dunklen immer die richtigen Knöpfe.
Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Effektgeräte und Sound-Optimierer, die man in so ein Side-Rack packen kann. Doch diese sind optional und daher sehr von den Vorlieben und Ansprüchen der jeweiligen Tontechniker abhängig.

Das Monitor-System und das Endstufen-Rack

Sind am Mischpult alle Einzelsignale optimal ausgesteuert, mit Effekten in Form gebracht und im richtigen Verhältnis zusammengemischt, wird das Summensignal wieder vom Mischpult zurück zu den Ausgängen in der Stagebox geschickt. Mit zurück kommen auch die unterschiedlich abgemischten Signale für die einzelnen Monitore. Abhängig davon, ob ihr eine passive oder aktive PA Anlage habt, werden nun die Ausgänge für das FOH-Signal (Front-of-House) und die Monitorsignale von der Stagebox mit den Eingängen eures Endstufen-Racks oder direkt mit den Lautsprechern verbunden.

Bei aktiven PA- oder Monitorboxen übernimmt meist eine interne DSP-Steuerung die Signaloptimierung und die frequenzabhängige Verteilung auf die in der Box verbauten Lautsprecher. Bei passiven Systemen, insbesondere für den FOH-Einsatz, empfiehlt sich der Einsatz von externen Geräten. Das hilft, das Signal zu optimieren und frequenzabhängig auf die Endstufen der jeweiligen Lautsprechergruppe aufzuteilen.

Wie bei vielem im Leben, gilt auch hier der Grundsatz „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“. Schließlich ist und bleibt die primäre Aufgabe der PA Anlage die möglichst naturgetreue Verstärkung des Originalsignals. Hat die Band beispielsweise entschieden, dass ein besonders mittenbetonter Gitarrensound zum Klangbild der Gruppe gehört, darf der Tontechniker nicht durch eine extreme Mittenabsenkung das Gitarrensignal in seinem Grundsound verändern. Extreme Klang­abweichungen vom gewohnten PA Sound sollten auf alle Fälle spätestens beim Sound-Check besprochen werden. Bei der Nutzung mehrerer Effekte solltet ihr auch auf die Reihenfolge der Effekte achten. So sollte ein Limiter immer am Ende der Effektkette liegen. Sonst könnte die 0-db-Grenze zum Beispiel durch die Frequenzanhebung eines Equalizers wieder überschritten werden. Die signalverändernden Insert-Effekte sollten immer vor den additiven Send-Effekten liegen.

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