Special: Merchandise

Das man mit Merchandise gutes Geld verdienen kann, weiß sicher nicht nur George Lucas. Lucas verzichtete in den 70ern auf Teile seines Star-Wars-Regisseursalärs und nahm statt dessen die Rechte für Lizenzen und Merchandise. Was kann man daraus lernen? Unterschätze niemals die Macht des Merchandise!

Die Macht ist stark, gerade in jungen Bands. In Zeiten, in denen Acts immer weniger an ihren Tonträgern und Airplays verdienen, ist es besonders interessant, sich über neue Einnahmequellen Gedanken zu machen. Merchandise gilt dabei als die Nummer Eins. Die Band wird zur Marke. Artikel außerhalb des Musikfeldes bringen euch in den Alltag der Fans hinein. Dieses Special macht euch fit für euren Merchandise-Stand.

Wer kennt sie nicht, die Leute die immer im T-Shirt einer ihrer Lieblingsbands herumlaufen. „Fan sein“ ist für viele Musikliebhaber mehr als nur „die Musik mögen“. Fantum ist ein Teil des Lebensgefühls, Zugehörigkeit zu seiner Gruppe, Identifikationspol und Statement; ein Stück Heimat. Bekannte Acts setzen mit T-Shirts, Caps und Postern jedes Jahr Millionenbeträge um, doch auch als kleine Band kann man ein Stück von diesem Kuchen abbekommen.

Dabei könnt ihr mehrere Effekte kombinieren. Klar, das Generieren von Einnahmen ist sicherlich der Hauptmotivator, ins Merchandising einzusteigen. Ihr solltet bei eurer Strategie aber zwei weitere Punkte nicht  aus dem Auge verlieren: Fanbindung und Steigerung eures Bekanntheitsgrades. Zusätzlich wirkt eine Band mit Merchandise insgesamt professioneller bei Veranstaltern und Labels. Kommt man bei einer Plattenfirma oder Künstleragentur unter Vertrag, sollte man immer das Kleingedruckte lesen. Werft einen Blick in das Dokument, wie mit Einnahmen aus Merchandise verfahren wird. Da auch Labels und Agenturen mit den Umsatzeinbrüchen der Musikindustrie zu kämpfen haben, sind diese ebenfalls an Merchandisingeinnahmen interessiert. Entsprechende Beteiligungsklauseln sind heute nicht unüblich. Macht eine Agentur beim Künstleraufbau gute Arbeit und trägt gewisse Risiken mit den Künstlern gemeinsam, ist dagegen auch nichts einzuwenden, auf der anderen Seite muss man als Künstler aufpassen, das man sich nicht eine wichtige Einnahmequelle trocken legen lässt. Vor Vertragsunterzeichnung holt man sich am besten Rat bei einem Fachanwalt oder fragt Verbände wie den Deutschen Rock & Pop Musikerverband bzw. die Union Deutscher Jazzmusiker nach ihrer Einschätzung.