Special: Lichtsteuerung

Wie sich Scheinwerfer, Lichteffekte und Nebler am besten steuern lassen, erklären wir ausführlich in diesem Special ... Ausgabe 07/2014

Wer heute als Musiker auf einer Bühne agiert, darf sich nicht allein auf die eigene musikalische Performance verlassen, sondern muss vielmehr darauf achten, dass das Gesamtpaket gut rüberkommt. Schließlich erzeugt die Musik erst im perfekten Zusammenspiel mit dem optischen Eindruck jene epischen Gefühle, die wir alle von großen Festival- oder Hallenshows kennen und die wir bei unseren Gigs im lokalen Venue allzu oft schmerzlich vermissen. Entscheiden ist also nicht nur die Beschallung, sondern auch die Beleuchtung!


Die moderne Bühnenbeleuchtungstechnik hat speziell in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch den Siegeszug der LED – dramatische Verbesserungen erfahren und ist mittlerweile auch für kleine Bands mit schmalerem Budget erschwinglich geworden. Wie aber bekommt man nun das Licht dazu, die eigene Show effektiv zu unterstützen? Denn eines ist sicher: Das Auge hört mit, bei jeder Show! Und obwohl praktisch alle modernen Bühnenscheinwerfer auch im Automatikbetrieb oder im sogenannten Sound-to-Light-Modus betrieben werden können, empfiehlt es sich im Interesse eines gelungenen optischen Ergebnisses auf jeden Fall, Scheinwerfer und Lichteffekte sowie die Nebel- und Dunsterzeuger gezielt und präzise und somit deutlich effektiver und eindrucksvoller zum Einsatz zu bringen.

Automatik vs. Steuerung
Zunächst einmal ist es ultimativ wichtig, dass eure Lichtanlage individuell auf euch abgestimmt ist. Abgestimmt heißt auf der einen Seite, sie sollte euch und eure Möglichkeiten nicht überfordern, aber auf der anderen Seite eben auch eure Musik unterstützen und nicht genau das Gegenteil tun. Denn auch dies kann in der Lichttechnik durchaus passieren: Erst vor kurzem war ich auf einer Hochzeit, auf der ein Duo musikalisch durch den Abend führte. Musikalisch war das gar nicht schlecht, doch war leider das Licht eine einzige Katastrophe. Die beiden Musiker wurden von hinten von vier LED-Scheinwerfern angeleuchtet, ihre dem Publikum zugewandten Gesichter waren daher in völlige Dunkelheit getaucht. Zudem waren die Scheinwerfer sämtlich auf musikgesteuerten Modus eingestellt, jeder Scheinwerfer machte daher einfach, was er gerade wollte. Hinzu kam noch ein Lichteffekt, der im ebenfalls automatisierten Stand-Alone-Betrieb lief. Im Ergebnis wurde folglich der klassische Brautwalzer – einer der großen Romantik-Momente der Veranstaltung – von wild blinkenden Scheinwerfern in kunterbunter Farbmischung begleitet, sodass natürlich keine rechte Stimmung aufkommen wollte ...