Special: In-Ear-Monitoring

Wohlfühl-Faktor im eigenen Monitormix – das war im Backline- und Florspeaker-Brei on Stage lange ein Traum. Seit Mitte der 80er schreitet das In-Ear-Monitoring immer weiter voran und sorgt für ein vollkommen anderes, transparentes Sounderlebnis. Mit immer neuen Innovationen bieten die Spezialisten der Branche sämtliche Möglichkeiten für die individuelle Kontrolle, mit dem angenehmen Nebeneffekt des Ohrenschutzes. Ein Gehör verliert man nur einmal. Grund genug, sich diesem Thema zu widmen.

Will man sich mit In-Ear-Monitoring beschäftigen, ist es zunächst sinnvoll, sich der Frage zu widmen, was denn eigentlich Monitoring ist: Schon bei der Übersetzung des Wortes fällt dem handelsüblichen, Datenschutz-affinen Normalbürger die Suppe vom Teller und die vielzitierten Alarmglocken gehen an, denn: Monitoring heißt nichts anderes als „Kontrolle“ oder „Überwachung.“ Locker zurückgelehnt; es geht hier nicht um Daten. Und falls überhaupt, dann um musikalische. Es geht um Schall, und den zu kontrollieren, ist mehr als sinnvoll. Vor Augen halten muss man sich in diesem Zusammenhang, dass on Stage mindestens drei verschiedene Lautstärke-Szenarien produziert und reproduziert werden. Einerseits das, was von der elektrifizierten Backline inklusive Drummer direkt über die Bühne gepustet wird. Auf der anderen das, was die Naturinstrumente – speziell die Stimmakrobaten – von sich geben. Hinzu kommen der Rückschall der Frontboxen und die Reflexionen der Location, die das eigentliche Soundergebnis zusätzlich verwaschen und versalzen ...