Special: Alles über Kabel

Die Erotik eines Kabels ist gewiss subtiler als die einer schönen Gitarre. Als Gegenstand zum Fachsimpeln taugen Kabel aber nicht minder. In unserem Special erklären wir alles, was man als Musiker über Audiokabel wissen muss.

Warum sind Kabel als Thema relevant? Auch wenn wir in diesem Beitrag Stromkabel ausklammern, sind Kabel sicherheitsrelevant. Man kann Kabel trotz passender Stecker verwechseln und dabei schlechten Sound oder gar Brandgefahr riskieren. Der Klassiker ist der Missbrauch eines Gitarrenkabels als Lautsprecherkabel zwischen Gitarren-Amp und Gitarrenlautsprecher. Ein Instrumentenklinkenkabel kann hier heiß laufen, aber auch den Amp beschädigen. Die Klangeinbuße wäre zwar erheblich, fiele aber dennoch nicht unbedingt als Verkabelungsfehler auf. Kabel sind mögliche Fehlerquellen. Wann immer ein Defekt auftritt, der den Signalfluss unterbricht, ist ein Kabelproblem am wahrscheinlichsten. Dies gilt deshalb, weil Kabel teils hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, wenn man auf sie tritt oder über sie stolpert, oder wenn man an Kabeln zieht, die Kraft auf andere Kabel ausüben. Dabei wendet man leicht wesentlich höhere Kräfte auf, als die Zugentlastungen, geschweige denn die Lötstellen, vertragen. Wenn dann nichts mehr geht oder es kracht, ist man froh, wenn es „nur“ das Kabel ist. Gute Qualität bedeutet auch: Gute mechanische, klimatische, aber auch chemische und thermische Belastbarkeit.

Grundsätzliches über Kabel


Kabel für Musikinstrumente bestehen meistens aus Kupferlitze. Dabei handelt es sich um ein Geflecht sehr feiner Kupferdrähte. Durch das Geflecht ist das Kabel geschmeidiger und biegsamer. Grundsätzlich sind viele kleine Drähte für die Übertragung hoher Frequenzen besser, als ein dicker Draht, auch wenn dieser Effekt im Audio-Spektrum noch nicht sehr deutlich wird...