Roger Cicero ist tot

Der Jazzmusiker Roger Cicero starb mit 45 Jahren an den Folgen eines Hirninfarkts bzw. eines Gehirnschlags.

Laut Auskunft seines Managements ist der Jazzsänger Roger Cicero bereits vergangenen Donnerstag im Alter von nur 45 Jahren verstorben. Wie verschiedenen Quellen zu entnehmen ist, traten bei dem Sänger nach einem Live-Auftritt im Bayerischen Rundfunk am 18. März akute neurologische Symptome als Folge eines Hirninfarkts auf, die zu seiner Einweisung ins Krankenhaus führten. Nachdem sich sein Zustand im Laufe von Tagen rapide verschlechtert hatte, verstarb der Sänger dann am 24. März.

Schon früher gesundheitliche Probleme

Roger Cicero hatte bereits im vergangenen Jahr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, wohl aufgrund eines Erschöpfungssyndroms. Dies führte unter anderem dazu, dass er die für 27. November des vergangenen Jahres geplante Veröffentlichung seines Albums Cicero Sings Sinatra inklusive der damit verbundenen Interviews und TV-Termine absagen musste. Im Anschluss daran hatte sich der Sänger eine Auszeit genommen.

Auch Musikmesse-Festival betroffen

Die Tour zur CD hätte am 7. April starten sollen, zeitgleich mit der Musikmesse in Frankfurt. Für den Vorabend der Tournee-Premiere wollte der Künstler im Rahmen des Musikmesse Festivals mit seiner Bigband ein einstündiges, exklusives Konzert im Gibson Club in Frankfurt geben. Das reguläre Konzert am Folgetag, siehe hierzu auch SOUNDCHECK 04/2016, hätte in der Alten Oper in Frankfurt stattfinden sollen und war bis auf wenige Tickets bereits ausverkauft gewesen.

Profilierter Jazz-Interpret

Mit Roger Cicero verliert Deutschland einen der profiliertesten Jazz-Interpreten, der auch bei seinen Ausflügen in die Popmusik immer er selbst blieb. Auch sein Vater Eugen Cicero, einer der bekanntesten deutschen Jazzpianisten, war übrigens früh gestorben. Mit 57 Jahren erlag er ebenfalls den Folgen eines Gehirnschlags.