PA Lautsprecher von Cerwin Vega

Mit der CVE-Serie präsentiert der namhafte Lautsprecher-Hersteller Cerwin Vega hochmoderne, aktive PA Lautsprecher mit ordentlich Leistung unter der Haube. Wir haben uns den CVE-12 mit Sub in unserem Praxistest etwas genauer angesehen.

Seit über 65 Jahren befasst sich Cerwin Vega mit der Konzeption und Herstellung von professionellen Lautsprechersystemen. Die Firma gehört somit zu den wohl erfahrensten Global Playern in diesem Bereich. Dies wird einmal mit der CVE-Lautsprecher-Serie deutlich. Die CVE-Serie besteht aus drei aktiven Fullrange PA Lautsprechern, wahlweise mit einem 10"-, 12"- oder 15"-Tieftonlautsprecher und einem darauf abgestimmten, ebenfalls aktiven 18"-Subwoofer.

Cerwin Vegas CVE-Serie: rundum solide

Nach dem Auspacken unserer repräsentativen Testkandidaten, fiel uns als erstes die schlanke und elegante Formgebung der CVE-12 ins Auge. Das mit einem schwarzen, strapazierfähigen Strukturlack beschichtete Polymer-Kunststoffgehäuse des PA Lautsprechers CVE-12 ist an allen Ecken und Kanten entschärft, sodass die Verletzungsgefahr auf ein Minimum reduziert ist.

Das geringe Gewicht von unter 15 Kilogramm sowie die vier in das Gehäuse eingelassenen, gummierten Tragegriffe sorgen für ein leichtes und bequemes Handling des CVE-12.

Beide Seitenwände des PA Lautsprechers sind seitlich nach hinten so abgeschrägt, dass der CVE-12 bei horizontaler Aufstellung den idealen Abstrahlwinkel eines Bodenmonitors hat. Vier großflächige, gummierte Füße auf der Unterseite und jeweils zwei auf den beiden abgeschrägten Seitenwänden sorgen für einen sicheren, rutschfesten Stand, egal ob der Lautsprecher vertikal oder horizontal betrieben wird. Auch an die Montage auf einem Stativ wurde gedacht, wie der im Boden des Cerwin Vega PA Lautsprechers eingelassene 35-mm-Rohrflansch  beweist.

Die Lautsprecherfront schützt ein massives, schwarz beschichtetes und mit Schrauben befestigtes Stahllochblech, das am unteren Ende das Cerwin Vega Logo ziert. Alle Anschlüsse befinden sich, übersichtlich in einem Anschlussfeld zusammengefasst, auf der Rückseite des Lautsprechers.

Anders als beim PA Lautsprecher CVE-12 besteht das Gehäuse des CVE-18s-Subwoofers aus massiven 18-mm-Sperrholzplatten. Diese sind zum Schutz mit einer dicken Lage schwarzem Strukturlack überzogen. In beide Seitenwände wurden großzügig dimensionierte Griffmulden eingelassen, die perfekt ausbalanciert sind. Somit lässt sich das stattliche Gewicht von knapp 30 Kilogramm bequem tragen.

Der Cerwin Vega Subwoofer steht auf vier großen Gummifüßen. Auf der Oberseite bietet er einen eingelassenen 35-mm-Flansch für die Montage einer Distanzstange, die als Zubehör erhältlich ist. Darauf können dann ein CVE-10, CVE-12 oder CVE-15 aufgesteckt werden. Auch hier schützt das gleiche, mattschwarz beschichtete Stahllochblech wie beim CVE-12 die Lautsprecherfront und alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Subwoofers.

PA Lautsprecher: all easy mit Blue-Tooth

Cerwin Vega hat nicht am Innenleben der PA Lautsprecher gespart und bietet

  • einen Class-D-Verstärker mit DSP-Steuerung und imposanten 1000 Watt Leistung
  • einen integrierten Zweikanal-Mixer mit einem Stereo-Bluetooth-Empfänger und gleichzeitiger Verlinkung von zwei CVE-Lautsprechern via Bluetooth

Zusätzlich kann der Bluetooth-Empfänger auf Mono-Betrieb umgeschaltet werden und verfügt über seinen eigenen, wenn auch etwas klein geratenen, Level-Regler. Einer derart komfortablen und umfangreichen Bluetooth-Lösung begegnet man eher selten.

Ebenfalls bemerkenswert ist der große Regelbereich des Vorverstärkers beim PA Lautsprecher CVE-12, der an beiden Eingängen sowohl die Verwendung eines Line-Signals, als auch eines Mikrofon-Signals erlaubt. Da eine Phantomspeisung fehlt, empfehlen wir, dynamische Mikrofone zu verwenden. Um zum Beispiel weitere aktive Lautsprecher anzusteuern oder das Programm auf einem Recorder aufzuzeichnen, bieten alle Cerwin Vega CVE-Lautsprecher einen symmetrischen XLR-Ausgang. Dieses Signal entspricht exakt dem vom PA Lautsprecher wiedergegebenen Mono-Mix aus beiden Eingangskanälen und dem Bluetooth-Empfänger. Um die klanglichen Eigenschaften zu beeinflussen bieten uns die CVE-10-, CVE-12- und CVE-15-Fullrange-Speaker die „DSP Mode Select“-Taste, mit der fünf EQ-Voreinstellungen angewählt werden können:

  • LIVE PA – Dieser Modus ist am besten für Livemusik geeignet und hat einen tiefen und ausgewogenen Bassfrequenzgang.
  • CLUB / DJ – Dieser Modus betont die Bassfrequenzen und ist in erster Linie für die Wiedergabe der Musikrichtungen Elektro, Pop und Hip-Hop geeignet.
  • MIX / FLAT – Ausgeglichener Gesamtfrequenzgang des Lautsprechers mit Betonung der Bässe. Dieser Modus ist ein guter Ausgangspunkt für das Mischen von Live-Events.
  • VOICE – Dieser Modus verbessert die Sprachverständlichkeit und wird am besten mit einem gewöhnlichen dynamischen Mikrofon verwendet.
  • MONITOR – Modus, wenn das System als Bühnen-Monitor mit einem Mikrofon eingesetzt wird. Er gleicht Frequenzen aus und schwächt Feedback-Frequenzen ab.

Der CVE-18s-Subwoofer bietet dagegen nur zwei unterschiedliche EQ-Presets:
LIVE PA und CLUB / DJ. Über den „Output Select“-Taster kann am CVE-18s zusätzlich ein High-Pass-Filter aktiviert werden, der an den Ausgängen nur Frequenzen über 100 Hertz durchlässt, sodass die dort angeschlossenen Fullrange-Lautsprecher nicht mehr die Tiefbässe wiedergeben müssen, die vom CVE-18s-Subwoofer übernommen werden.

Cerwin Vegas CVE-12 mit dem CVE-18s: Klangbild, das überzeugt

Für unseren Test haben wir zwei CVE-12 mit einem CVE-18s kombiniert und an unser Soundcraft-Mischpult angeschlossen. Zusätzlich haben wir über Bluetooth ein iPhone 6 verlinkt, was absolut problemlos funktionierte. Unser Testprogramm für die CVE-12 umfasste neben der Wiedergabe von Musikkonserven unterschiedlichster Genres auch die Verstärkung von Akustikgitarre und Gesang.

Das Ergebnis war überwältigend! Zwar musste man natürlich, je nach Eingangssignal, die Einstellungen anpassen, um das optimale Ergebnis zu erzielen, aber man wurde immer mit einem unheimlich druckvollen Sound bedient. Das Klangbild dieses Cerwin Vega-Setups ist klar definiert und belohnt den Hörer mit seidigen Höhen. Zugegeben, bei hohen Lautstärken mit bassbetonter EQ-Einstellung kann der CVE-12 schon mal an seine hörbaren Grenzen kommen. Aber dann schafft der 100 Hertz High-Pass-Filter schnelle Abhilfe.

Ganz gleich, ob das CVE-System zur Wiedergabe von Musikkonserven, Sprache oder als klassisches PA-System für Bands und Live-Events eingesetzt wird: Es macht immer eine gute Figur und liefert ein kraftvolles, klar definiertes Klangerlebnis – und das zu einem unglaublichen Preis.

Technische Daten: Cerwin Vega CVE-12 und CVE-18s

CVE-12
Verstärkerleistung: 

  • 1000 W Class-D-Verstärker
  • DSP-Steuerung mit 5 EQ-Presets

Frequenzgang: 

  • 52–18.000 Hz bei +/- 3 dB
  • 44–23.000 Hz bei +/- 10 dB

Schalldruck max.:

  • 126 dB SPL

Lautsprecher:

  • 1"-Hochtontreiber mit Horn,
  • 12"-Tieftonlautsprecher

CVE-18s
Verstärkerleistung:

  • 1000 W Class-D-Verstärker
  • DSP-Steuerung mit 2 EQ-Presets

Frequenzgang:    

  • 28–10 Hz bei +/- 3 dB
  • 26–153 Hz bei +/- 10 dB

Schalldruck max.:   

  • 126 dB SPL

Lautsprecher:

  • 18"-Tieftonlautsprecher

Cerwin Vega CVE-12 und CVE-18s Subwoofer im Überblick

  • Kraftvoller, runder Sound +
  • Stereo-Bluetooth-Empfänger +
  • DSP-Steuerung mit EQ-Presets +
  • Robuste Gehäuse mit edlem Design +
  • CVE-12 auch als Bodenmonitor verwendbar +
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis +
  • Keine Phantomspeisung -

Vertrieb: Korg & More
Preis (UVP): CVE-12 399 Euro, CVE-18s 699 Euro

Weitere Testberichte und interessante Workshops findet ihr hier.