Komplettes Beschallungsequipment Teil 1

Die richtige Wahl der Beschallung entscheidet bekanntlich über Erfolg oder Misserfolg eures Auftritts! Deshalb solltet ihr eine PA-Beschallung nutzen, die auf eure Bedürfnisse zugeschnitten ist.Teil 1 unseres Specials beschäftigt sich mit der richtigen Dimensionierung eurer Beschallungsanlage. Weiterhin werden wir näher darauf eingehen, welche Komponenten auf jeden Fall vorhanden sein müssen und welche eventuell zusätzlich eingesetzt werden können, um euren Live-Sound zu verbessern.

Unter Beschallungsanlagen versteht man grundsätzlich elektrische Anlagen, die Audiosignale verstärken und mittels Lautsprechern der menschlichen Wahrnehmung zugänglich machen. Neben den sogenannten PA-Anlagen (PA = Public Address), auf die wir hier näher eingehen werden, gibt es in diesem Zusammenhang auch noch die ELA-Anlagen (ELA = Elektrische Lautsprecher-Anlage) für die flächendeckende Beschallung von Gebäuden. Durch den verstärkten Einsatz der digitalen Technik, neuer Materialien wie z.B. Neodym und vieler neuer Entwicklungen haben sich die PA-Systeme in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, wenn auch das Ziel immer das gleiche geblieben ist: Die klanglich optimale und möglichst naturgetreue Wiedergabe von Musik für größere Menschenmengen!

Die Konkurrenz der Hersteller von PA-Systemen ist groß und hat uns eine Vielfalt an Systemen beschert, die fast unüberschaubar geworden ist. Da viele Watts nicht immer gleich „gut“ heißt, möchten wir das Dickicht etwas lichten und euch Entscheidungshilfen und Tipps bei der Anschaffung eines eigenen PA-Systems zur Verfügung stellen.

Die Anschaffung eines bandeigenen PA-Systems will gut überlegt sein. Die eigentlichen Anschaffungskosten sind meist schnell über die eingesparten Leihgebühren wieder drin. Es sind vielmehr Transport, Auf- und Abbau sowie die personellen Anforderungen, wie z.B. ein eigener Tontechniker, der das System während des Auftritts bedient, die den Betrieb einer eigenen PA-Anlage schwierig machen. Bedenkt man den Kostenaufwand für Transport, Roadies, Tontechniker und Wartung des Systems, erscheinen die Leihgebühren oftmals durchaus gerechtfertigt. Nach einem anstrengenden Auftritt, bei dem man 100% gegeben hat, neben der Backline auch noch das Sound-System abzubauen und zu verladen, ist auch nicht jedermanns Sache. Oft ist man da besser beraten, einen festen PA-Verleiher zu suchen, mit dem man dann einen Rahmenvertrag abschließen und so bessere Konditionen bekommen kann.

 

Kompakt-PA-Systeme – schon seit einiger Zeit den Kinderschuhen entwachsen

Nehmen wir mal an, ihr habt euch dennoch für ein eigenes PA-System entschieden, steht ihr jetzt vor der viel zitierten Qual der Wahl. PA-Anlagen gibt es inzwischen in allen Variationen, von der kleinsten Kompakt-PA bis hin zum prozessorgesteuerten Multi-Array-System. Welche Größe und Stärke für euch am besten geeignet ist, entscheiden euer Musikstil, die Größe eurer Band und die am häufigsten gespielten Auftrittsorte. Seid ihr DJ oder besteht eure Band beispielsweise nur aus akustischen Instrumenten und tretet ihr meist in Straßencafés, Nebenzimmern oder Hotel-Lobbies auf, reicht vermutlich ein Kompakt-PA-System vollkommen aus. Diese lassen sich leicht durch den Kauf eines zweiten, baugleichen Systems und/oder eines aktiven Subwoofers erweitern. Gerade in diesem Bereich macht die Anschaffung einer eigenen PA noch am meisten Sinn, da moderne Systeme meist alle Einzelkomponenten kompakt in einem Gehäuse arrangiert haben, das sich wegen des geringen Gewichts leicht transportieren lässt. Gerade in dieser PA-Klasse finden wir sehr viele Neuentwicklungen, wie z.B. das Anti-Resonance Bracing (ARB) und die Multicell Transformer (MCT) Technologie von HK Audio, die den Wirkungsgrad der Lautsprecher wesentlich verbessern und die geringen Abmessungen erst ermöglichen.

 

Säulen-PA-Systeme sorgen für ein aufgeräumtes Bühnenbild

Ein weiterer, sehr beliebter Vertreter der Kategorie Kompakt-PA-Systeme sind die Säulen-PA-Systeme, bei denen eine Vielzahl von kleinen, vertikal phasengleich angeordneten Lautsprechern den Mitten- und Höhenbereich wiedergeben. Die Verwendung von Neodym statt dem klassischen Ferrit gibt den kleinen Lautsprechern die hohe Leistungsfähigkeit bei geringen Abmessungen. Den Membranflächenverlust gleicht dabei die höhere Anzahl der Lautsprecher wieder aus. Weitere Vorteile der Säulen-PA-Systeme sind der vertikal erweiterte Abstrahlwinkel und die verbesserte Optik, da die dünnen Säulen links und rechts am Bühnenrand kaum sichtbar sind.

PA-Systeme der Mittelklasse

Seid ihr eine Rock- oder Metal-Band und tretet in Clubs oder Hallen auf, kommt ihr mit den Kompakt-PA-Systemen wohl kaum aus. Die höheren Anforderungen an Reichweite und Lautstärke erfordern PA-Systeme der Mittelklasse, die meist aus Zwei- oder Drei-Weg-Systemen bestehen und bei denen jeder Weg seine eigenen Verstärker und Lautsprecher hat. Grundsätzlich unterscheidet man diese Systeme nach „aktiv“ und „passiv“. Bei aktiven Lautsprechersystemen sind die Verstärker mit allen DSP-Schutzschaltungen direkt in das Lautsprechergehäuse eingebaut. Handelt es sich um Lautsprecher für den Tieftonbereich, auch Subwoofer genannt, ist oftmals auch eine Frequenzweiche mit integriert, die nur den unteren Frequenzbereich an den Verstärker durchlässt und den oberen Frequenzbereich an einen meist als XLR-Male-Buchse ausgelegten Signalausgang weiterleitet, an den dann die Mittel- und Hochton-Lautsprecher angeschlossen werden. Die Frequenz, bei der diese Splittung des gesamten Frequenzbereichs vorgenommen wird und die sich aus dem Frequenzbereich des Tiefton-Lautsprechers ergibt, wird allgemein als „Trennfrequenz“ bezeichnet.

 Passive Lautsprecher-Systeme hingegen bestehen lediglich aus den eigentlichen Lautsprechern, wobei die gesamte Signalaufbereitung und -Verstärkung extern von Geräten wie Mehrweg-Frequenzweichen, DSP-Prozessoren und Endstufen (auch Power Amps genannt) vorgenommen wird, die meist in einem 19-Zoll-Rack untergebracht sind. Auch äußerlich lassen sich aktive und passive Lautsprecherboxen leicht an ihren Anschlüssen erkennen. Aktive Systeme haben eine Buchse zum Anschluss eines Netzkabels zur Stromversorgung und fast ausschließlich XLR-Buchsen zum Anschluss und zur Weiterleitung des Audiosignals. Passive Systeme benötigen keinen Stromanschluss und haben meist SPEAKON-Buchsen zum Anschluss und zur Weiterleitung des wesentlich stärkeren Lautsprechersignals der Endstufe. Auch wenn sich der Trend derzeit zu Gunsten der aktiven Lautsprechersysteme entwickelt, so haben beide Systemarten ihre Vor- und Nachteile, die je nach Anwendung im Einzelfall abgewogen werden sollten. Generell sind aktive Systeme leichter zu bedienen, da die Einstellung und Verkabelung der externen Frequenzweichen, DSP-Prozessoren und Endstufen entfällt und stattdessen nur ein Mikrofonkabel vom Master Out des Mischpults zur ersten Lautsprecherbox zu ziehen ist. Wer sich allerdings mit der Technik auskennt, dem sind oft passive Systeme lieber, da diese flexibler sind und sich einzelne Komponenten leicht austauschen lassen. Line Array Systeme werden hauptsächlich für die Großraum-Beschallung eingesetzt.

Der große Vorteil von Line Array Systemen, bei denen mehrere, gleichartige Lautsprechereinheiten zu einem „großen“ Lautsprecher zusammengeschlossen werden, liegt in ihrer Skalierbarkeit und der Reichweitenoptimierung. Je nach Raumgröße und benötigtem Schalldruck werden die Systeme individuell zusammengestellt und montiert. Auch in diesem PA-Bereich gibt es aktive und passive Systeme, deren Elektronik und Endstufen in separaten 19-Zoll-Racks untergebracht sind. Da Array-Systeme meist nur für PA-Verleiher, die sich auf Großveranstaltungen spezialisiert haben, oder für die Beschallung großer Konzerthallen relevant sind, werden wir hier nicht näher darauf eingehen. Es ist jedoch ein Trend zu kleineren Array-Systemen festzustellen, die durchaus für Bands, die oft in größeren Hallen spielen, eine interessante Alternative zu herkömmlichen PA-Systemen darstellen.

Jede Kette ist nur so stark, 
wie ihr schwächstes Glied!

Ein PA-System ist das klassische Beispiel für dieses Motto. Was z. B. die Mikrofone an Klangfülle nicht erfassen, können die Lautsprecher auch nicht wiedergeben. Aus diesem Grund solltet ihr bei der Planung eurer eigenen PA darauf achten, dass ihr Komponenten möglichst gleicher Qualitätsstufe miteinander kombiniert und eure Qualitätsansprüche dem zur Verfügung stehenden Budget anpasst. Es macht wenig Sinn, auf der Bühne Neumann Spitzen-Mikrofone zur Abnahme einzusetzen, wenn dann das Restbudget nur noch für schwache Low-Budget-Lautsprecher reicht. Arbeitet ihr mit einem PA-Verleih, so ist es Sache der Verleihfirma auch die Mikrofone und DI-Boxen zu stellen. Ein wichtiges Instrument hierzu ist der „Technical Rider“, ein Dokument, das dem PA-Verleiher alle notwendigen Informationen über das Bühnen-Setup eurer Band liefert und das auf keiner Band-Website fehlen sollte. Wer jedoch sicher sein will, dass der eigene High-Quality-Sound wirklich ungetrübt im PA-System ankommt, kümmert sich am besten selbst um eine geeignete Mikrofon- oder DI-Lösung. Da sich Live-Bedingungen erheblich von dem Umfeld in einem Tonstudio unterscheiden, kommen für die meisten Bereiche auch andere Mikrofone als im Studio zum Einsatz. Während im Studio z. B. für den Gesang empfindliche Großmembran-Kondensator-Mikrofone eingesetzt werden, sind für den rauen Live-Einsatz dynamische Mikrofone wie der Klassiker Shure SM 58 besser geeignet. Da Kondensator-Mikrofone meist eine bessere Auflösung in den Höhen haben, gibt es diese auch für den Live-Einsatz, aber Vorsicht: Kondensator-Mikrofone benötigen eine Betriebsspannung! Diese kann, wenn es das Mischpult bzw. die Stagebox vorsieht, über die 48-V-Phantomspeisung erfolgen oder über eine Batterie im Mikrofon-Schaft. Verwendet ihr eine „wireless“-Lösung mit einem Sender im Mikrofon, kann eine Kondensator-Kapsel problemlos eingesetzt werden, da ja für den Sender auch eine Betriebsspannung benötigt wird. Praxistipp: Wenn ihr ein eigenes Mikrofon kauft, probiert am besten Modelle verschiedener Hersteller aus, bevor ihr euch entscheidet. Jedes Mikrofon hat seine eigene Charakteristik und „färbt“ eure Stimme. Welches eure Stimme unterstützt und am besten klingt, sollten dabei nur eure Ohren entscheiden. Auch für Instrumentalisten gibt es einen Klassiker – das Shure SM 57, ein dynamisches Kleinmembran-Richtmikrofon, das auch mit hohem Schalldruck, wie er bei der Snare-Abnahme oder der Mikrofonierung von E-Gitarren-Verstärkern auftritt, gut klarkommt. Aber auch hier gilt: probieren geht über studieren! Auch andere Hersteller fertigen gute Richtmikrofone, die unter Umständen ein besseres Ergebnis liefern, als die Universallösung SM 57. 

Für Bassisten und Keyboarder hat sich live die Abnahme über DI-Boxen (Direct Injection Box) etabliert. Leider sind die meisten DI-Boxen nur für Instrumenten- und Line-Level-Signale ausgelegt, so dass z.B. beim Bassisten nur der reine Instrumentenklang abgenommen wird und nicht die Veränderungen des Signals durch den Verstärker oder die integrierten Effekte. Um den optimalen Bass-Sound zu bekommen, sollte daher eine DI-Box, wie z.B. die RNDI von Rupert Neve Designs, eingesetzt werden, die eine Speaker-Level-Signal-Stärke von bis zu 1.000 W verträgt. Diese kann dann zwischen Amp und Box eingesetzt werden und fängt so den Gesamtsound am besten ein. Generell gilt: Alle Instrumente, wie z.B. auch eine elektro-akustische Gitarre, die am Ausgang ein unsymmetrisches Signal liefern (erkennbar an einem Mono-Klinkenstecker-Kabel), müssen wegen der langen Multicore-Signalführung zwischen Stagebox und Mixer über eine DI-Box symmetriert werden. Das unsymmetrische Mono-Klinkenstecker-Kabel zwischen Instrument und DI-Box sollte dabei so kurz wie möglich sein und über eine möglichst gute Abschirmung verfügen. Ausnahme: Wenn Mixer der neueren Generation eingesetzt werden, bei denen Stagebox und Mixer eine Einheit bilden, die via Netzwerk oder Bluetooth-Verbindung durch ein Tablet oder einen entsprechenden Controller gesteuert wird. In diesem Falle kann auf eine Symmetrierung des Signals verzichtet werden.

Der Mixer – wo alle Signale zusammenkommen und wo der Band-Sound entsteht.

Hier laufen alle Audiosignale zusammen, werden in Lautstärke und Klang angepasst, mit Effekten veredelt und dann an die Endstufen zur Verstärkung und Wiedergabe durch die Lautsprecher gesendet. Kleinere Bands, die meist keinen separaten Tontechniker haben, positionieren den Mixer meist direkt auf oder neben der Bühne, um ggf. während des Auftritts schnell selbst etwas nachregeln zu können. Vorteil: Es wird keine Stagebox und kein Multicore-Kabel benötigt. Nachteil: Durch die schlechte Abhörposition kann der Klang der FOH-Lautsprecher (Front of House) nicht beurteilt und ggf. nachgeregelt werden. Hier muss während des Soundchecks besonders sorgfältig gearbeitet werden, sodass lediglich eine nachträgliche Anpassung der Kanal-Lautstärken vorgenommen werden muss. Besonders vorteilhaft sind in diesem PA-Bereich Mixer der neuen Generation, wie z. B. der M18 von RCF, bei denen sich alle Einstellungen kabellos und bequem von einem Tablet steuern lassen, das während des Auftritts an einem Mikrofonstativ befestigt werden kann. Wird, wie z. B. bei Rock-Bands üblich, auch das Schlagzeug abgenommen und kommt eine PA mittlerer Größe zum Einsatz, empfiehlt sich meist der Einsatz eines größeren Mischpultes, welches zusammen mit dem Tontechniker möglichst in einem gleichschenkligen Dreieck vor den FOH-Lautsprechern und etwas erhöht positioniert werden sollte, sodass der Tontechniker immer freie Sicht auf die Lautsprecher hat. Der Tontechniker kann nur so gut sein, wie es seine Abhörposition erlaubt. Sitzt er beispielsweise abgeschirmt hinter mehreren Reihen eines stehenden Publikums, wird der Mix garantiert zu höhenlastig ausfallen. Bezüglich der Kanalanzahl gilt: Je mehr, desto besser! Es schadet auf keinen Fall, immer ein paar Kanäle auf Reserve zu haben, denn es kann ja durchaus mal ein Kanal ausfallen oder es tauchen unerwartet zusätzliche Mikrofonanforderungen auf. Spielt ihr beispielsweise mit einer zweiten Band zusammen und setzt einen analoges Mischpult ein, ist es auch von Vorteil, wenn man das Pult einfach splitten kann, weil dann die im Soundcheck erarbeiteten Settings nicht verloren gehen. Setzt ihr ein digitales Mischpult ein, bei dem sich alle Pulteinstellungen als Szene abspeichern lassen, geht der Bandwechsel noch schneller und einfacher. Beim Kauf eines Mischpultes solltet ihr auch darauf achten, dass die Anzahl der AUX-Wege für eure Ansprüche an den Monitor-Mix ausreicht, wobei jeder AUX-Weg als eigener Monitor-Weg oder als Effektweg genutzt werden kann.

Mit den richtigen Effekten verleiht ihr 
eurem Mix Transparenz und Druck.

Ein paar Effekte gehören zur Grundausstattung und sollten wirklich in jedem „Side-Rack“, welches meist direkt neben dem Mischpult aufgebaut wird, vorhanden sein. Dazu gehören Kompressoren für die Vocal-Kanäle, die einfach in den INSERT des jeweiligen Mixer-Kanals eingeschleift werden und die Dynamik etwas einschränken. Leise Passagen werden dadurch etwas lauter und laute Gesangsteile etwas leiser. Dies ist besonders wichtig, wenn euer Sänger nicht mit dem Mikrofonabstand arbeitet, um Lautstärkenunterschiede in der Stimme auszugleichen. Damit das Schlagzeug nicht alle Instrumente durch unkontrolliertes Dröhnen zudeckt, sollte für jedes Mikrofon, das einen Kessel abnimmt (also Bass-Drum, Hänge- und Stand-Toms), unbedingt ein Gate vorhanden sein. Das Gate stellt ihr am besten so ein, dass es schnell voll öffnet, dann aber auch relativ schnell wieder schließt, um das Dröhnen abzuschneiden, aber Vorsicht: Die Öffnungszeit nicht zu kurz wählen! Das Tom sollte zumindest in der Lage sein, seinen Klang zu entwickeln. Die üblichen zwei Overhead-Mikrofone, die hauptsächlich die Becken unterstützen und zum Gesamtsound des Schlagzeugs beitragen, brauchen normalerweise kein Gate. Verfügt der Mixer nicht über eingebaute Effektprogramme, wäre es auch sinnvoll, zumindest einen Multieffekt-Prozessor im Rack zu haben, um den Vocals mit etwas Hall oder Delay unter die Arme greifen zu können. Damit der Effekt allen Kanälen zur Verfügung steht, nutzt ihr am besten den vorgesehenen Effekt- oder einen AUX-Weg des Mixers zum Anschluss des Multieffektgerätes. Um das Summensig-nal des Mixers klanglich den jeweiligen Raumverhältnissen anzupassen, wäre auch zum Beispiel ein 2-x-31-Band grafischer Equalizer eine gute Ergänzung des Side-Racks, da man eventuelle Einstellungen sofort auch optisch sieht und nicht vergisst, dass die ja noch vom letzten Auftritt übrig geblieben sind. Dieser sollte in den INSERT-Weg der beiden Master-Ausgänge eingeschleift werden. Die beiden Master Outs L & R sowie die AUX-Sends der Monitor-Wege werden dann über das Multicore-Kabel wieder zur Bühne zurückgeschickt und stehen dort an der Stagebox zum Anschluss der Endstufen bzw. der aktiven Lautsprecher zur Verfügung.

Allgemeine Tipps und Tricks 
für den Betrieb eines PA-Systems

Bei der Stromverteilung solltet ihr Licht- und Ton-Strom strikt getrennt halten, um unerwünschte Nebengeräusche durch Einstreuungen zu vermeiden. Am besten wäre ein eigener, durch eine eigene Hauptsicherung abgesicherter Stromkreis. Zusätzlich gibt es für die Stromversorgung von 19"-Racks intelligente Mehrfachsteckdosen, auch Power Conditioner genannt, die eventuelle Störungen und Überspannungen in der Stromversorgung weitgehend herausfiltern. Beim Verlegen der Kabel solltet ihr auch darauf achten, dass Kabel für die Stromversorgung einen möglichst großen Abstand zu signalführenden Audio-Kabeln haben. Solltet ihr dennoch einen Netzbrumm von 50/60 Hz auf dem System haben, niemals versuchen, die Erdungen/Schutzleiter der Netzkabel abzukleben. Dies führt zwar manchmal zum gewünschten Ergebnis, ist jedoch lebensgefährlich! Experimentiert stattdessen mit sogenannten Trennübertragern (oder DI-Boxen), wie z.B. dem Palmer PLI-01, indem ihr diese in die den Brumm verursachende Signalleitung einschleift. Der Trick dabei ist, dass die den Brumm verursachende Leitung physikalisch unterbrochen wird (was die Brummschleife beseitigt) und das Signal trotzdem durch einen Trenntransformator übertragen wird. Bei der Verwendung der Steckverbindungen hat man sich auf bestimmte Standards geeinigt. Der wichtigste betrifft alle XLR-Steckverbindungen, wie beispielsweise bei Mikrofonkabeln. Gleich, ob als Kabel oder als Buchse in einem Gerät montiert, gilt: Alle Ausgänge sind als „Male“ mit sichtbaren Kontaktstiften ausgeführt und alle Eingänge als „Female“ mit den Löchern für die Kontaktstifte. Alle schwarzen SPEAKON-Steckverbindungen/-Buchsen dienen dem Anschluss von Lautsprecherkabeln, wogegen alle blauen, ähnlich aussehenden POWERCON-Anschlüsse den verriegelbaren Netzkabeln für die Stromversorgung vorbehalten sind. 

PA-Systeme der Mittelklasse

Seid ihr eine Rock- oder Metal-Band und tretet in Clubs oder Hallen auf, kommt ihr mit den Kompakt-PA-Systemen wohl kaum aus. Die höheren Anforderungen an Reichweite und Lautstärke erfordern PA-Systeme der Mittelklasse, die meist aus Zwei- oder Drei-Weg-Systemen bestehen und bei denen jeder Weg seine eigenen Verstärker und Lautsprecher hat. Grundsätzlich unterscheidet man diese Systeme nach „aktiv“ und „passiv“. Bei aktiven Lautsprechersystemen sind die Verstärker mit allen DSP-Schutzschaltungen direkt in das Lautsprechergehäuse eingebaut. Handelt es sich um Lautsprecher für den Tieftonbereich, auch Subwoofer genannt, ist oftmals auch eine Frequenzweiche mit integriert, die nur den unteren Frequenzbereich an den Verstärker durchlässt und den oberen Frequenzbereich an einen meist als XLR-Male-Buchse ausgelegten Signalausgang weiterleitet, an den dann die Mittel- und Hochton-Lautsprecher angeschlossen werden. Die Frequenz, bei der diese Splittung des gesamten Frequenzbereichs vorgenommen wird und die sich aus dem Frequenzbereich des Tiefton-Lautsprechers ergibt, wird allgemein als „Trennfrequenz“ bezeichnet.

Passive Lautsprecher-Systeme hingegen bestehen lediglich aus den eigentlichen Lautsprechern, wobei die gesamte Signalaufbereitung und -Verstärkung extern von Geräten wie Mehrweg-Frequenzweichen, DSP-Prozessoren und Endstufen (auch Power Amps genannt) vorgenommen wird, die meist in einem 19-Zoll-Rack untergebracht sind. Auch äußerlich lassen sich aktive und passive Lautsprecherboxen leicht an ihren Anschlüssen erkennen. Aktive Systeme haben eine Buchse zum Anschluss eines Netzkabels zur Stromversorgung und fast ausschließlich XLR-Buchsen zum Anschluss und zur Weiterleitung des Audiosignals. Passive Systeme benötigen keinen Stromanschluss und haben meist SPEAKON-Buchsen zum Anschluss und zur Weiterleitung des wesentlich stärkeren Lautsprechersignals der Endstufe. Auch wenn sich der Trend derzeit zu Gunsten der aktiven Lautsprechersysteme entwickelt, so haben beide Systemarten ihre Vor- und Nachteile, die je nach Anwendung im Einzelfall abgewogen werden sollten. Generell sind aktive Systeme leichter zu bedienen, da die Einstellung und Verkabelung der externen Frequenzweichen, DSP-Prozessoren und Endstufen entfällt und stattdessen nur ein Mikrofonkabel vom Master Out des Mischpults zur ersten Lautsprecherbox zu ziehen ist. Wer sich allerdings mit der Technik auskennt, dem sind oft passive Systeme lieber, da diese flexibler sind und sich einzelne Komponenten leicht austauschen lassen. Line Array Systeme werden hauptsächlich für die Großraum-Beschallung eingesetzt.

Der große Vorteil von Line Array Systemen, bei denen mehrere, gleichartige Lautsprechereinheiten zu einem „großen“ Lautsprecher zusammengeschlossen werden, liegt in ihrer Skalierbarkeit und der Reichweitenoptimierung. Je nach Raumgröße und benötigtem Schalldruck werden die Systeme individuell zusammengestellt und montiert. Auch in diesem PA-Bereich gibt es aktive und passive Systeme, deren Elektronik und Endstufen in separaten 19-Zoll-Racks untergebracht sind. Da Array-Systeme meist nur für PA-Verleiher, die sich auf Großveranstaltungen spezialisiert haben, oder für die Beschallung großer Konzerthallen relevant sind, werden wir hier nicht näher darauf eingehen. Es ist jedoch ein Trend zu kleineren Array-Systemen festzustellen, die durchaus für Bands, die oft in größeren Hallen spielen, eine interessante Alternative zu herkömmlichen PA-Systemen darstellen.

 

Jede Kette ist nur so stark, 
wie ihr schwächstes Glied!

Ein PA-System ist das klassische Beispiel für dieses Motto. Was z. B. die Mikrofone an Klangfülle nicht erfassen, können die Lautsprecher auch nicht wiedergeben. Aus diesem Grund solltet ihr bei der Planung eurer eigenen PA darauf achten, dass ihr Komponenten möglichst gleicher Qualitätsstufe miteinander kombiniert und eure Qualitätsansprüche dem zur Verfügung stehenden Budget anpasst. Es macht wenig Sinn, auf der Bühne Neumann Spitzen-Mikrofone zur Abnahme einzusetzen, wenn dann das Restbudget nur noch für schwache Low-Budget-Lautsprecher reicht. Arbeitet ihr mit einem PA-Verleih, so ist es Sache der Verleihfirma auch die Mikrofone und DI-Boxen zu stellen. Ein wichtiges Instrument hierzu ist der „Technical Rider“, ein Dokument, das dem PA-Verleiher alle notwendigen Informationen über das Bühnen-Setup eurer Band liefert und das auf keiner Band-Website fehlen sollte. Wer jedoch sicher sein will, dass der eigene High-Quality-Sound wirklich ungetrübt im PA-System ankommt, kümmert sich am besten selbst um eine geeignete Mikrofon- oder DI-Lösung. Da sich Live-Bedingungen erheblich von dem Umfeld in einem Tonstudio unterscheiden, kommen für die meisten Bereiche auch andere Mikrofone als im Studio zum Einsatz. Während im Studio z. B. für den Gesang empfindliche Großmembran-Kondensator-Mikrofone eingesetzt werden, sind für den rauen Live-Einsatz dynamische Mikrofone wie der Klassiker Shure SM 58 besser geeignet. Da Kondensator-Mikrofone meist eine bessere Auflösung in den Höhen haben, gibt es diese auch für den Live-Einsatz, aber Vorsicht: Kondensator-Mikrofone benötigen eine Betriebsspannung! Diese kann, wenn es das Mischpult bzw. die Stagebox vorsieht, über die 48-V-Phantomspeisung erfolgen oder über eine Batterie im Mikrofon-Schaft. Verwendet ihr eine „wireless“-Lösung mit einem Sender im Mikrofon, kann eine Kondensator-Kapsel problemlos eingesetzt werden, da ja für den Sender auch eine Betriebsspannung benötigt wird. Praxistipp: Wenn ihr ein eigenes Mikrofon kauft, probiert am besten Modelle verschiedener Hersteller aus, bevor ihr euch entscheidet. Jedes Mikrofon hat seine eigene Charakteristik und „färbt“ eure Stimme. Welches eure Stimme unterstützt und am besten klingt, sollten dabei nur eure Ohren entscheiden. Auch für Instrumentalisten gibt es einen Klassiker – das Shure SM 57, ein dynamisches Kleinmembran-Richtmikrofon, das auch mit hohem Schalldruck, wie er bei der Snare-Abnahme oder der Mikrofonierung von E-Gitarren-Verstärkern auftritt, gut klarkommt. Aber auch hier gilt: probieren geht über studieren! Auch andere Hersteller fertigen gute Richtmikrofone, die unter Umständen ein besseres Ergebnis liefern, als die Universallösung SM 57. 

Für Bassisten und Keyboarder hat sich live die Abnahme über DI-Boxen (Direct Injection Box) etabliert. Leider sind die meisten DI-Boxen nur für Instrumenten- und Line-Level-Signale ausgelegt, so dass z.B. beim Bassisten nur der reine Instrumentenklang abgenommen wird und nicht die Veränderungen des Signals durch den Verstärker oder die integrierten Effekte. Um den optimalen Bass-Sound zu bekommen, sollte daher eine DI-Box, wie z.B. die RNDI von Rupert Neve Designs, eingesetzt werden, die eine Speaker-Level-Signal-Stärke von bis zu 1.000 W verträgt. Diese kann dann zwischen Amp und Box eingesetzt werden und fängt so den Gesamtsound am besten ein. Generell gilt: Alle Instrumente, wie z.B. auch eine elektro-akustische Gitarre, die am Ausgang ein unsymmetrisches Signal liefern (erkennbar an einem Mono-Klinkenstecker-Kabel), müssen wegen der langen Multicore-Signalführung zwischen Stagebox und Mixer über eine DI-Box symmetriert werden. Das unsymmetrische Mono-Klinkenstecker-Kabel zwischen Instrument und DI-Box sollte dabei so kurz wie möglich sein und über eine möglichst gute Abschirmung verfügen. Ausnahme: Wenn Mixer der neueren Generation eingesetzt werden, bei denen Stagebox und Mixer eine Einheit bilden, die via Netzwerk oder Bluetooth-Verbindung durch ein Tablet oder einen entsprechenden Controller gesteuert wird. In diesem Falle kann auf eine Symmetrierung des Signals verzichtet werden.

 

Der Mixer – wo alle Signale zusammenkommen und wo der Band-Sound entsteht.

Hier laufen alle Audiosignale zusammen, werden in Lautstärke und Klang angepasst, mit Effekten veredelt und dann an die Endstufen zur Verstärkung und Wiedergabe durch die Lautsprecher gesendet. Kleinere Bands, die meist keinen separaten Tontechniker haben, positionieren den Mixer meist direkt auf oder neben der Bühne, um ggf. während des Auftritts schnell selbst etwas nachregeln zu können. Vorteil: Es wird keine Stagebox und kein Multicore-Kabel benötigt. Nachteil: Durch die schlechte Abhörposition kann der Klang der FOH-Lautsprecher (Front of House) nicht beurteilt und ggf. nachgeregelt werden. Hier muss während des Soundchecks besonders sorgfältig gearbeitet werden, sodass lediglich eine nachträgliche Anpassung der Kanal-Lautstärken vorgenommen werden muss. Besonders vorteilhaft sind in diesem PA-Bereich Mixer der neuen Generation, wie z. B. der M18 von RCF, bei denen sich alle Einstellungen kabellos und bequem von einem Tablet steuern lassen, das während des Auftritts an einem Mikrofonstativ befestigt werden kann. Wird, wie z. B. bei Rock-Bands üblich, auch das Schlagzeug abgenommen und kommt eine PA mittlerer Größe zum Einsatz, empfiehlt sich meist der Einsatz eines größeren Mischpultes, welches zusammen mit dem Tontechniker möglichst in einem gleichschenkligen Dreieck vor den FOH-Lautsprechern und etwas erhöht positioniert werden sollte, sodass der Tontechniker immer freie Sicht auf die Lautsprecher hat. Der Tontechniker kann nur so gut sein, wie es seine Abhörposition erlaubt. Sitzt er beispielsweise abgeschirmt hinter mehreren Reihen eines stehenden Publikums, wird der Mix garantiert zu höhenlastig ausfallen. Bezüglich der Kanalanzahl gilt: Je mehr, desto besser! Es schadet auf keinen Fall, immer ein paar Kanäle auf Reserve zu haben, denn es kann ja durchaus mal ein Kanal ausfallen oder es tauchen unerwartet zusätzliche Mikrofonanforderungen auf. Spielt ihr beispielsweise mit einer zweiten Band zusammen und setzt einen analoges Mischpult ein, ist es auch von Vorteil, wenn man das Pult einfach splitten kann, weil dann die im Soundcheck erarbeiteten Settings nicht verloren gehen. Setzt ihr ein digitales Mischpult ein, bei dem sich alle Pulteinstellungen als Szene abspeichern lassen, geht der Bandwechsel noch schneller und einfacher. Beim Kauf eines Mischpultes solltet ihr auch darauf achten, dass die Anzahl der AUX-Wege für eure Ansprüche an den Monitor-Mix ausreicht, wobei jeder AUX-Weg als eigener Monitor-Weg oder als Effektweg genutzt werden kann.

 

Mit den richtigen Effekten verleiht ihr 
eurem Mix Transparenz und Druck.

Ein paar Effekte gehören zur Grundausstattung und sollten wirklich in jedem „Side-Rack“, welches meist direkt neben dem Mischpult aufgebaut wird, vorhanden sein. Dazu gehören Kompressoren für die Vocal-Kanäle, die einfach in den INSERT des jeweiligen Mixer-Kanals eingeschleift werden und die Dynamik etwas einschränken. Leise Passagen werden dadurch etwas lauter und laute Gesangsteile etwas leiser. Dies ist besonders wichtig, wenn euer Sänger nicht mit dem Mikrofonabstand arbeitet, um Lautstärkenunterschiede in der Stimme auszugleichen. Damit das Schlagzeug nicht alle Instrumente durch unkontrolliertes Dröhnen zudeckt, sollte für jedes Mikrofon, das einen Kessel abnimmt (also Bass-Drum, Hänge- und Stand-Toms), unbedingt ein Gate vorhanden sein. Das Gate stellt ihr am besten so ein, dass es schnell voll öffnet, dann aber auch relativ schnell wieder schließt, um das Dröhnen abzuschneiden, aber Vorsicht: Die Öffnungszeit nicht zu kurz wählen! Das Tom sollte zumindest in der Lage sein, seinen Klang zu entwickeln. Die üblichen zwei Overhead-Mikrofone, die hauptsächlich die Becken unterstützen und zum Gesamtsound des Schlagzeugs beitragen, brauchen normalerweise kein Gate. Verfügt der Mixer nicht über eingebaute Effektprogramme, wäre es auch sinnvoll, zumindest einen Multieffekt-Prozessor im Rack zu haben, um den Vocals mit etwas Hall oder Delay unter die Arme greifen zu können. Damit der Effekt allen Kanälen zur Verfügung steht, nutzt ihr am besten den vorgesehenen Effekt- oder einen AUX-Weg des Mixers zum Anschluss des Multieffektgerätes. Um das Summensig-nal des Mixers klanglich den jeweiligen Raumverhältnissen anzupassen, wäre auch zum Beispiel ein 2-x-31-Band grafischer Equalizer eine gute Ergänzung des Side-Racks, da man eventuelle Einstellungen sofort auch optisch sieht und nicht vergisst, dass die ja noch vom letzten Auftritt übrig geblieben sind. Dieser sollte in den INSERT-Weg der beiden Master-Ausgänge eingeschleift werden. Die beiden Master Outs L & R sowie die AUX-Sends der Monitor-Wege werden dann über das Multicore-Kabel wieder zur Bühne zurückgeschickt und stehen dort an der Stagebox zum Anschluss der Endstufen bzw. der aktiven Lautsprecher zur Verfügung.

 

Allgemeine Tipps und Tricks 
für den Betrieb eines PA-Systems

Bei der Stromverteilung solltet ihr Licht- und Ton-Strom strikt getrennt halten, um unerwünschte Nebengeräusche durch Einstreuungen zu vermeiden. Am besten wäre ein eigener, durch eine eigene Hauptsicherung abgesicherter Stromkreis. Zusätzlich gibt es für die Stromversorgung von 19"-Racks intelligente Mehrfachsteckdosen, auch Power Conditioner genannt, die eventuelle Störungen und Überspannungen in der Stromversorgung weitgehend herausfiltern. Beim Verlegen der Kabel solltet ihr auch darauf achten, dass Kabel für die Stromversorgung einen möglichst großen Abstand zu signalführenden Audio-Kabeln haben. Solltet ihr dennoch einen Netzbrumm von 50/60 Hz auf dem System haben, niemals versuchen, die Erdungen/Schutzleiter der Netzkabel abzukleben. Dies führt zwar manchmal zum gewünschten Ergebnis, ist jedoch lebensgefährlich! Experimentiert stattdessen mit sogenannten Trennübertragern (oder DI-Boxen), wie z.B. dem Palmer PLI-01, indem ihr diese in die den Brumm verursachende Signalleitung einschleift. Der Trick dabei ist, dass die den Brumm verursachende Leitung physikalisch unterbrochen wird (was die Brummschleife beseitigt) und das Signal trotzdem durch einen Trenntransformator übertragen wird. Bei der Verwendung der Steckverbindungen hat man sich auf bestimmte Standards geeinigt. Der wichtigste betrifft alle XLR-Steckverbindungen, wie beispielsweise bei Mikrofonkabeln. Gleich, ob als Kabel oder als Buchse in einem Gerät montiert, gilt: Alle Ausgänge sind als „Male“ mit sichtbaren Kontaktstiften ausgeführt und alle Eingänge als „Female“ mit den Löchern für die Kontaktstifte. Alle schwarzen SPEAKON-Steckverbindungen/-Buchsen dienen dem Anschluss von Lautsprecherkabeln, wogegen alle blauen, ähnlich aussehenden POWERCON-Anschlüsse den verriegelbaren Netzkabeln für die Stromversorgung vorbehalten sind.