Interview: John Butler

Im Interview berichtet John Butler über sein neues Album und sein Equipment ... Ausgabe 04/2014

John Butler startete seine musikalische Laufbahn als Straßenmusiker. Um seine Alben in den USA veröffentlichen zu können, gründete er 2002 das Label Jarrah Records und mit The Compound betreibt er mittlerweile auch ein eigenes Studio. Kein Zweifel, der Mann weiß sich zu beschäftigen. Da verwundert es kaum, dass seine Fans bis zur Veröffentlichung von „Flesh & Blood“, dem jüngsten Studioalbum des John Butler Trios, satte vier Jahre warten mussten. Wir haben mit John Butler unter anderem über die Aufnahmen zum neuen Album gesprochen.

SOUNDCHECK: John, hattet ihr schon vor den Studio-Sessions bestimmte Vorstellungen davon, wie das neue Album klingen sollte?
John Butler:
Eine ganze Reihe. Nicky, Byron und ich waren davon überzeugt, dass wir das Sound-Spektrum auf diesem Album erweitern konnten. Wir hatten alle das Gefühl, Zugang zu einem ganzen Haufen von Klangfarben zu besitzen, die von uns bislang noch nicht richtig erkundet wurden. Dem wollten wir nachgehen. Außerdem war es mir wichtig, ein Element zurück in unsere Musik zu bringen, das ich „experiential“ nenne.

SC: Und das bedeutet für dich?
JB:
Dabei geht es um Folgendes: Wenn die Texte alles gesagt haben, was sie sagen können, geben sie den Stab sozusagen an die Band und die Instrumente weiter, die dann alles ausdrücken, wozu die Worte nicht in der Lage waren. Das ist in etwa so wie bei einer Blume, die erblüht: Zuerst ist die Blüte geschlossen, dann öffnet sich alles in einer Art Explosion und wird schließlich wieder eingesogen ...