Homerecording Gitarre

In diesem Workshop geben wir euch hilfreiche Tipps, wie ihr im Homerecording den besten Sound aus euren Gitarren kitzelt.

Das ausschlaggebende Signal ist eure Gitarre und euer Gitarrist. Er sollte die Parts für das Recording in und auswendig kennen und kein Problem damit haben, Songteile viele Male hintereinander spielen zu müssen. Wer im Studio erst das Solo für einen Song entwickeln will, muss auch viel Zeit und Geduld mitbringen.

Besser ist, wenn die musikalischen Inhalte schon vor Beginn des Recordings zu 100 Prozent klar sind und man sich während der Homerecording-Session nur noch um Sound und Spielweise im Detail kümmern muss. Zunächst sollten alle Rhythmusgitarren eingespielt werden. Die Soli und etwaige FX-Sounds finden ihren Platz meist besser zum Ende einer Recording-Phase.
Stellt sicher, dass die Gitarre den gewünschten Endsoundansprüchen gewachsen ist.
Eine 1963er-Single-Coil Strat ist sicherlich ein tolles Instrument, für ein brutales Metalbrett aber meist eher ungeeignet. Eine 8-Saiter-Humbucker-Gitarre bietet auch nur einen eingeschränkten musikalischen Radius und kann wiederum den Single-Coil-Sound meist nicht abliefern.

Macht euch klar, dass Single-Coils grundsätzlich einen höheren Rauschfaktor haben. Dies ist charakteristisch und zunächst nicht als gut oder schlecht zu bewerten. Wer aber mit viel Lautstärke und Gain aufnehmen und im Mix stark komprimieren möchte, wird Probleme mit Single-Coils bekommen können.

Frische Saiten und ein vernünftiges Gitarrenkabel – nein es muss nicht 300 Euro sondern vielleicht nur zehn Euro kosten – sollten des Weiteren der Standard sein.
Neue Gitarren können Probleme bereiten, da die Holzkomponenten noch nicht eingeschwungen sind. Nehmt immer eingespielte Gitarren und zieht frische Saiten auf.
Dickere Saiten sind gerade bei tieferen Stimmungen gefragt, damit der und der Ton der Seite beim Anschlag stramm in-tune bleibt. Gegebenenfalls müsst ihr den Hals einstellen lassen, wenn ihr zu 70er Saiten bei Drop-A-Stimmungen greift.

Der Amp

Stellt den Pre-Amp zusammen mit dem Gitarristen ein, der am Ende die Aufnahmen einspielen wird. Respektiert seine Wünsche, bringt aber auch eure persönliche Meinung als Produzent mit ein. Grundsätzlich versucht man meist, in den Bereich der Endstufensättigung zu kommen. Dies erreicht man einerseits durch hohe Lautstärke im Pre-Amp, aber natürlich durch den aufgerissen Master. Je mehr, desto mehr gilt hier.

Einen 100-Watt-Amp in diesen Bereich zu fahren, braucht tolerante Nachbarn oder einen akustisch optimierten Aufnahmeraum. Deshalb tendiert man im Studiobereich auch gern zu 20- oder 35-Watt-Amps. Nichtsdestotrotz klingt ein guter Verstärker auch, wenn man ihn nicht im Bereich der Endstufensättigung fährt.

Combos eignen sich eigentlich eher für den Live-Betrieb. Wer am Arbeitsplatz den Amp-Sound über die Monitore beurteilen will, muss den Lautsprecher woanders – am besten schallgeschützt – positionieren. Man kann oder sollte auch über eine Cabinet Isolation Box nachdenken, um dauerhaft hohe Lautstärken fahren zu können, ohne die Nachbarn aus dem Bett zu werfen.
Der Stack bietet den Vorteil, dass der Pre-Amp entspannt vom Schreibtisch aus eingestellt werden kann. Man wird nicht von der hohen Lautstärke des Cabinets erschlagen. Vor allem aber die Beurteilung des Sounds über die Monitore oder den Kopfhörer ist entscheidend. Dies kann nur funktionieren, wenn der Amp soundgeschützt woanders im Studio positioniert ist.
Combo und Speaker eines Stacks unterscheiden sich im Gehäuse. Combos sind meist mit einem halboffenen Gehäuse (meist 1x12 oder 2x12) ausgestattet. Der Sound ist luftiger und weniger drückend. Stack-Lautsprecher (zum Beispiel 2x12 oder 4x12) sind meist geschlossen und haben daher einen dunkleren und druckvolleren Klang als die halboffenen.

Die Mikrofonklassiker

Wer einen echten Amp aufnehmen möchte, kommt an einer Mikrofonierung nicht vorbei. Probiert zunächst nur ein Mikro vor dem Amp und findet hierfür den für euch passenden Sound.
Auch wenn es manchmal nervt und Zeit beansprucht, solltet ihr die Verstärker-Einstellungen und die Mikrofon-Positionierungen für jeden Song genaustens dokumentieren.

Dies funktioniert hervorragend indem man die Regler- und Mikro-Positionen abfotografiert.
Gitarrenamps können sowohl mit dynamischen als auch mit Kondensator-Mikrofonen aufgenommen werden. Hier entscheidet der gewünschte Endsound und euer Geldbeutel.
Im besten Falle verfügt ihr über mehrere Mikrofone, aus denen ihr im Mix später auswählen könnt. Der Standard im Bereich Amp-Recording liegt bei zwei Mikrofonen, die beide unterschiedliche klangliche Aufgaben abdecken.

Shure SM57

Das Shure SM57 ist besonders beliebt als Gitarrenamp-Mikrofon, da es die oft pappig klingenden 300-500 Hz bauartbedingt reduziert. Des Weiteren werden die Frequenzen von 3 kHz bis 7 kHz  um circa 5 dB angehoben, was zu mehr Präsenz führt.
Die Bässe unterhalb von 200 Hz sind stark abgesenkt. Der Punch oder Bauch um die 200 Hz bleibt betont, während Platz für den Bass und die Bassdrum unterhalb von 200 Hz geschaffen wird.

Audix i5

Das Audix i5 wird oft als SM57-Alternative gehandelt und wirkt beim Blick auf den Frequenzgang ähnlich. Jedoch sind die feinen Unterschiede der Mikrofone beachtlich. Schon ab 1 khz findet beim i5 eine steigende Anhebung bis circa 6 kHz von bis zu 10db statt.
Die gesamten Präsenzen sind deutlicher ausgeprägt als beim SM57. Des Weiteren fängt eine Reduktion der Bässe unterhalb von 0db erst bei circa 60 Hz an. Der Bereich von 70 Hz bis 500 Hz wird betont bis zu +6 db bei circa 150 Hz.
Da man bei der E-Gitarre nicht immer unterhalb 200 Hz reduzieren will, sollte man sich die Wahl zwischen diesen beiden dynamischen Klassikern gut überlegen.

Sennheiser e609

Dieses Mikrofon ist speziell für die Gitarrenaufnahmen in der Bauart konstruiert. Es lässt sich sogar ohne Stativ positionieren, indem man es von seinem Amp am Kabel runterhängen lässt.
Der Frequenzgang ist recht linear bis auf eine Anhebung im Berreich 2kHz bis 6kHz, die aber eher glockenartig daherkommt. Der Peak liegt bei circa 4 kHz. Schon ab 10 kHz werden die Höhen massiv reduziert. Die Bässe erfahren eine Absenkung schon bei 300 Hz.

Alle oben genannten Mikrofone haben sich für eine Vielzahl von Anwendungen (Snaredrum, Bläser, Gesang, Toms, et cetera) in der Tontechnikgeschichte bewährt. Dazu sind sie noch recht günstig zu haben, weshalb man über eine Anschaffung mehrerer nachdenken sollte.

Sennheiser MD421

Das MD421 hat einen linearen Frequenzgang zwischen 90 Hz bis 1 khz. Die Bässe unterhalb 80 Hz werden reduziert; die Präsenzen von 1 kHz bis 15 kHz werden angehogen bis zu 8 db bei 5 khz. Die Membran ist größer, sodass eine leichte Off-Axis Färbung den Sound anreichert. Es gehört allerdings auch zu den teureren dynamischen Mikrofonen.

Kondensator-Mikrofone

Kondensator-Mikros bieten, allgemein gesagt, eine Anhebung im Bass- und Höhenbereich im Klang. Dies kann häufig in Kombination mit einem dynamischen Mikrofon gewünscht sein. Hier muss man allerdings schon tiefer in den Geldbeutel greifen.
Heiße Kandidaten sind entweder das Warm Audio WA-14 oder das Audix CX-112b. Diese lassen sich auch hervorragend für Raummikrofonie nutzen. Prioritität sollte allerdings ein dynamisches Mikrofon haben.

Die Mikro-Positionierung

Besonders beim Mikrofonieren des Gitarrenamps kann jeder Milimeter Positionsvariation einen großen Unterschied im Sound bewirken. Experimentiert zunächst mit einem Mikrofon in kleinen Positionsveränderungen und notiert euch eure Sweet Spots.
Grundsätzlich gibt es drei Positionen horizontal zum Speaker.

  • direkt vor der Kalotte, also mittig des Lautsprechers
  • zwischen Kalotte und Außenmembran
  • ganz außen an der Membran nahe der Sicke

Je weiter ihr das Mikrofon Richtung Kalotte bewegt, desto heller und krisper wird der Sound. Je weiter ihr zur Außenmembran des Lautsprechers wandert, desto weicher und diffuser wird es.
Der weitere Positionsparameter ist der Abstand des Mikros zum Lautsprecher. Je näher ihr das Mikro Richtung Lautsprecher hin bewegt, desto bassllastiger / bauchiger und isolierter wird der Sound. Es klingt fast schon komprimiert. Eine Entfernung vom Lautstprecher bewirkt einen luftigeren und räumlicheren Sound.
Um die Kalotte überhaupt zu finden, nehmt eine Taschenlampe mit der ihr in das Cabinet strahlt. So lässt sich der Speaker meist gut erkennen. Praktisch ist eine kleine Markierung mit Kreppband an der Stelle, wo sich die Mitte der Kalotte befindet. Einige zeichnen mit Klebeband auch den Umfang des Lautsprechers ab, um die Mikrofonierung im Bereich der Membran besser einschätzen zu können. Diese Markierungen ersparen euch Zeit und ständiges nerviges Rumkriechen vor dem Amp mit Taschenlampe in der Hand.

In der On-Axis-Position zeigt das Mikrofon mittig auf den Lautsprecher. Der Klang ist sehr direkt und druckvoll. Beliebte Off-Axis-Positionen sind 30,45 und 60 Grad. Man meint damit, dass die Membran des Mikrofons in jenem Winkel zum Lautsprecher positioniert ist. Der Klang wird mit unter diffuser und dunkler.

Homerecording mit zwei Mikrofonen

Mehrere Mikrofone bringen mehr Klang und Färbung. Jedes Mikrofon klingt bauartbedingt anders und hat meist gewisse Frequenzbereiche, die es besonders hervorhebt. Wie schon erwähnt, hat auch der Lautsprecher unterschiedliche Klangbereiche.  Die oben genannten dynamischen Mikrofone lassen sich hervorragend kombinieren.

Der Kombinationsklassiker sind das SM57 und das MD421 vor dem gleichen Lautsprecher. Bei 2x12 kann man natürlich auch beide Lautsprecher mit jeweils mindestens einem Mikrofon recorden.
Die Fredman-Technique kombiniert zwei SM57 miteinander. Das eine zeigt direkt auf die Mitte der Kalotte (On-Axis) und erzeugt den hellen, das andere im 45 Grad Winkel (Off-Axis) daneben erzeugt den dunklen Klang. Beide zusammen ergeben einen fetten Sound. Wenn ihr die Phase bei einem der Mikrofone dreht, ist der fisselige Tonanteil zu hören, der ausgelöscht wird. Genau das ist das Ziel. Im Mix könnte ihr die dunkleren und helleren Sounds nach Belieben anpassen.
Ihr benötigt entweder zwei Mikrofonstative oder eine praktische Halterung von Wilkinson Audio. Diese ermöglicht ein Montieren beider Mikrofone auf einem Stativ. Des weiteren hält sie die Mikros auch in einer gemeinsamen Position fest.

Phasenprobleme

Auslöschungen und Kammfiltereffekte beim Amp-Recording mit mindestens zwei Mikrofonen sind nicht vollkommen vermeidbar, sollten aber so gering wie möglich auftreten.
Ihr könnt diese durch Hören und Sehen reduzieren. Positioniert die Mikrofonkapseln der Mikros zunächst auf gleicher Höhe beziehungsweise Entfernung zum Amp. Nehmt ein kurzes Riff auf und hört zunächst in die einzelnen Spuren im Solo-Modus rein.


Resonanzfrequenzen

Der Abstand der Begrenzungsflächen zueinander erzeugt eine sogenannte Resonanzfrequenz in Höhe der halben Wellenlänge und deren Vielfachen. Diese Frequenz kann an bestimmten Abhörpositionen lauter, an anderen (Wellental) deutlich leiser hörbar sein. Die Lage der Resonanzfrequenz und die Stärke der Resonanzüberhöhung sind bei jedem Gitarren-Typ unterschiedlich. Daraus resultiert die jeweilige Übertragungscharakteristik, was im Wesentlichen das "Geheimnis" eines Pickups ist. Das Oberwellenspektrum einer schwingenden Stahlsaite erstreckt sich über den gesamten Hörbereich. Die Oberwellen in der Umgebung der Resonanzfrequenz werden angehoben, die darüber dagegen abgeschwächt.

 

 


Klingen die Spuren gemeinsam seltsam (kaum noch hohe/tiefe Mitten), kommt es zu Auslöschungen.
Schaut nun ganz genau in die Wellenform bei einer Amplitude hinein und vergleicht den Peak.
Er sollte kongruent mit der anderen Spur sein. Ist er es nicht, verschiebt entweder das Mikrofon vor der Aufnahme oder verschiebt die aufgenommenen Spuren nach dem Recording.

Raummikrofonie

Um den Sound vor allem im Bassbereich anzureichern, nutzt man gern Kondensatormikrofone, die man mindestens einen Meter vor den Amp stellt. Basswellen brauchen länger, um sich auszubreiten.
Aber auch nach oben hin im Frequenzgang wird es luftiger im Gesamtklang, was im Zusatz zu den direkten dynamischen Signalen eine Bereicherung sein kann.
Insgesamt ist Raummikrofonie eher als Add-On zur Färbung des Klangs zu betrachten und sollte nicht als Ersatz zu einem Close-Miking am Amp behandelt werden.

Re-Amping / D.I.-Signal

Re-Amping bedeutet, dass ihr ein nacktes (das bloße D.I. Signal, ohne irgendwelche Plug-Ins im Signalweg!) aus der DAW analog über den Output in den Gitarrenamp leitet. Meist haben Interfaces mehrere Klinke-Outputs. Das Kabel geht also vom Interface in den Verstärker-Input.
Re-Amping ermöglicht einem, das fertig aufgenommene Signal durch beliebige Verstärker zu schicken und in aller Ruhe den gewünschten Sound zu finden.

Sofern ihr beim Homerecording mit einem echten Amp aufnehmen wollt, solltet ihr immer eine D.I.-Box zwischen Gitarre und Amp-Input verwenden. Somit könnt ihr das nackte Gitarrensignal zusätzlich zum Amp-Sound separat aufnehmen. Ihr hättet also eine D.I-Spur und die Mikrofonsignale vor dem Amp. Die Vorteile sind dabei definitiv nicht von der Hand zu weisen:

  • Der Studio-Gitarrist kann seinen gewünschten Amp-Sound aufnehmen und diesen auch während der Aufnahme hören. Am wohlsten fühlt man sich ja meist mit dem gewohnten Sound und Ansprechverhalten des Amps.
  • Häufig hören Gitarristen aber ihren Sound mit anderen Ohren als ihr in der Produzentenrolle. Produzenten betrachten das Gesamtwerk und möchten die Gitarre in den Gesamtsound einbetten. Gitarristen tendieren dazu, nur den Gitarrensound zu begutachten.
  • Um dieser etwaigen Diskussion, die nicht immer positiv verlaufen könnte, aus dem Weg zu gehen, nutzt später einfach das D.I.-Signal zum Reampen.
  • Wenn ihr während des Recordings einfach noch nicht sicher seid, ob ihr den finalen Sound gefunden habt, könnt ihr später noch in aller Ruhe den Sound einstellen.
  • Wer zu Hause den 100-Watt-Amp nicht stundenlang auf Anschlag laufen lassen kann, hat mit Reamping die Möglichkeit, lässt die fertigen Tracks in kürzester Zeit nochmal durch den Amp laufen.
  • Ihr könntet den Amp auch kurzer Hand ins Studio eines Kumpels mitnehmen, wo ihr laut sein dürft. Um Zeit und etwaiges Geld zu sparen, könnt ihr die Tracks schnell reampen.

Das Interface

Wer keinen echten Amp nutzen möchte, braucht einfach nur ein Interface, was über mindestens einen Hi-Z-Eingang für Instrumentenpegel verfügt. Man kann das aufgenommene Signal auch trotzdem für Reamping später nutzen, so lange es noch destruktiv in der Session vorliegt.
Natürlich benötigt ihr in dem Fall eine Software-Lösung als Klanggeber. Hier kommen Fabrikate wie Native Instruments Guitar oder IK Multimedia Amplitube ins Spiel.

Multi-Amps, die Alleskönner

Das BOSS-GT-1000, der Kemper-Profiler oder Ax-FX-III sind einige der aktuellen und bekannten Objekte der Begierde, wenn es um hochklassige Digital-Modeling-Preamps geht.
Sie bieten unzählige Presets und Editiermöglichkeiten für euer Homerecording. Bedenkt aber, dass ihr damit auch einen finalen Sound aufnehmt. Wer das D.I.-Signal trotzdem benötigt, braucht auch hier eine D.I.Box vor dem Digital Amp.
Die Vorteile digitaler Amps oder Software-Lösungen sind allerlei. Man greift per Knopfdruck auf Unmengen an Sounds und Editiermöglichkeiten zu. Man braucht keine Mikrofone und keinen Amp. Man hat keine besonders hohe Lautstärke durch den Verstärker und man bekommt einen finalen Sound geliefert. Analoges Guitar-Recording besticht aber letztendlich durch den authentischen Sound des Amps und der Mikrofone. Dies lässt sich digital vielleicht nachahmen, aber niemals übertrumpfen.

Die Onboard-Soundlibraries namhafter DAWs sind mit vielen tollen Sounds ausgestattet, sodass ihr auf teure Investitionen in analoges oder digitales Equipment zunächst verzichten könnt.
Die Erfahrungen, mit echten Amps und Mikrofonen zu arbeiten, sind – wie man so schön sagt – Gold wert und bringen mehr Verständnis für die digitalen Arbeitswege in der DAW. Es sei in jedem Fall jedem ans Herz gelegt, zumindest eine zeitlang mit analogem Equipment zu arbeiten. Das wird sich auch bei einem späteren Umstieg in die digitale Welt bezahlt machen.

Stative

Es lassen sich sowohl normalgroße Stative mit Galgen als auch die extra-kleinen mit Galgen verwenden. Die kleinen sind allerdings aus Platzgründen und Komfort beim Einstellen meist praktischer.
Ihr solltet den Amp bestenfalls auf einem recht großen und dicken Teppich platzieren, sodass kein Trittbodenschall aufgenommen wird. Auch die Mikrofonstative sollten ihren Platz auf diesem Teppich finden. Auch bei den Stativen und den Mikrofonpositionen solltet ihr für die Recording-Session und etwaige anschließenden Reampings Einstellungen dokumentieren. Macht euch Markierungen oder Fotos, damit ihr die Stative wieder so positionieren könnt, wie sie waren, um größtmögliche Soundgleichheit zu erzeugen.

Fazit Homerecording Gitarre

Zunächst einmal gilt: Das Ausgangsmaterial muss stimmen. Das bedeutet: Je besser Gitarre und Amp, je besser das verwendete Mikrofon, desto besser wird das Endergebnis des Homerecordings sein. Doch mit den richtigen Tricks und Kniffen kann man auch aus beinahe jedem Material gute Aufnahmen erzielen. Wichtig ist, dass man sich bei allen einzelnen Schritten genug Zeit nimmt, um die Einstellungen richtig zu treffen. Von der Wahl des Mikrofons bis zum Standort hat jede kleine Änderung deutliche Auswirkungen. Mit der richtigen Liebe zum Detail werden euch aber tolle Aufnahmen gelingen.

Mehr Workshops und Testberichte rund ums Thema Band und Recording findet ihr hier.