Chester Bennington 1976 – 2017

Schon wieder verliert die Musikerwelt einen der ganz Großen! Mit Chester Bennington nahm sich am 20. Juli die Stimme von Linkin Park das Leben.  Mit One step closer vom Debut-Album Hybrid Theory tauchten Linkin Park erstmalig auf der großen Bühne auf, die sie nach Benningtons Ableben jetzt vermutlich verlassen werden.

Mit One step closer vom Debut-Album Hybrid Theory tauchten Linkin Park erstmalig auf der großen Bühne auf, die sie nach Benningtons Ableben jetzt vermutlich verlassen werden. Crawling, Faint, Numb oder auch In The End waren Songs, mit denen Linkin Park Anfang der 2000er Jahre ihre eigene Duftnote in der Welt des Nu-Metals gesetzt haben. Über die Jahre sind Linkin Park im Sound deutlich gereift und haben sich auch nicht davor gescheut, neue Pfade zu betreten. Auch orientierte sich Bennington abseits von Linkin Park in weniger heftige musikalische Bereiche. So kollaborierte er unter anderen mit Paul McCartney, Mötley Crüe, Carlos Santana und übernahm von 2013 – 2015 den Job von Scott Weiland am Mikrofon der Stone Temple Pilots. Auf ihrem letzten Album On More Light, welches sie jüngst veröffentlicht haben, klingen Linkin Park denn auch deutlich ruhiger und poppiger, was viele Fans ihnen durchaus übel genommen haben. 

Chester Bennington war ein Familienmensch, auch wenn ihm in seiner Kindheit eine heile Familie verwehrt geblieben ist. Nach der Scheidung seiner Eltern wuchs er bei seinem Vater auf, was ihm für sein weiteres Leben deutlich belastete. Langjährige Erfahrungen von sexuellem Missbrauch in seiner Kindheit und frühen Jugend sollen zudem Gründe für seine Drogen- und Alkoholsucht gewesen sein, mit der er lange zu kämpfen hatte. Tief war auch seine Freundschaft zu Chris Cornell, mit dem er des Öfteren auch mal die Bühne teilte. Dass diese beiden großen Künstler auf diese Art jeweils freiwillig aus dem Leben schieden ist höchst tragisch. Bennington wählte seinen Freitod am 53. Geburtstag von Chris Cornell. Er hinterlässt seiner Ehefrau sechs Kinder.