Acht Tipps für den Umgang mit Audiokabeln

Sie liegen im Weg, kleben und sind meistens zu kurz, gerade wenn die Not am größten ist. Oftmals werden sie stiefmütterlich behandelt, dabei sind sie doch so wichtig: Kabel. Nicht nur klangliche Unterschiede machen gute Kabel aus, sondern auch ihre Beschaffenheit. Gerade auf der Bühne trennt sich hier die Spreu vom Weizen.

Im folgenden Beitrag geben wir euch Tipps, wie die Strippen im Tour-Alltag richtig behandelt werden sollten, damit Verlässlichkeit über Jahre gewährleistet ist. Denn was nützt die teuerste Edel-Gitarre, wenn der Gitarrist nicht zu hören ist, weil das Bindeglied zwischen Amp und Instrument einen Wackelkontakt hat. Audiokabel sind also mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln, wie alle anderen Komponenten, die irgendwie mit dem Sound der Musiker zu tun haben.

Doch die Praxis sieht anders aus. Auf der Bühne wird das Material in der Regel deutlich stärker beansprucht als im Studioalltag. Es herrscht eigentlich immer Zeitdruck während des Aufbaus oder Umbaus einer Bühne. Die Folge sind in die Ecke geworfene Kabel, Cases, die darüber rollen und gequetschte Leitungen. Musiker, die regelmäßig auf Tour sind, brauchen also Kabel, die solchen Belastungen standhalten. Und auch nach den beschriebenen Szenarien noch zuverlässig funktionieren. Ein Musiker, der sein Equipment nicht im Griff hat, wozu auch die Kabel gehören, wirkt unprofessionell und kann sich schnell nach einem neuen Job umsehen.


Technische Daten Audiokabel Cordial CRI PP

  • Stecker: 2 x Klinke (gerade)
  • Länge: 3 m, 6 m
  • Farbe: schwarz
  • Gewicht: 60 g/m
  • Preis: 49 EUR (6m)   

Mit der Road-Serie bietet Cordial Kabel an, die den Anforderungen im Live-Betrieb standhalten und die typischen Eigenschaften besitzen, die sich auf der Bühne bezahlt machen. Dazu gehört

  • hohe Belastbarkeit
  • Beständigkeit
  • hohe Flexibilität
  • die Möglichkeit, das Kabel leicht aufzuwickeln

Die Serie bietet Audiokabel in unterschiedlich konfektionierten Versionen, um alle Bereiche abzudecken, die für eine Live-Band notwendig sind. Doch auch das widerstandsfähigste Kabel sollte stets angemessen behandelt werden. Die nachfolgenden Tipps sollen euch dabei helfen, dass ihr eure Kabel möglichst lange und störungsfrei verwenden könnt.

1. Audiokabel richtig aufwickeln

Wenn sich hilfsbereite Menschen nach Konzertende am Abbau beteiligen, was eigentlich gut gemeint ist, offenbaren sich danach in den Kabelkisten oft die merkwürdigsten Funde: Kabelsalat, Knoten und andere Misshandlungen. Es macht also Sinn, sich einmal ausgiebig mit dem richtigen
Aufwickeln von Kabeln zu beschäftigen. Dazu gibt es allein auf YouTube sehr hilfreiche Anleitungen.

Bevor das Kabel in die Kiste kommt, sollte es auf jeden Fall mit einem Klettband oder anderen Hilfsmitteln zusammengebunden werden. Ein Knoten oder eine Schlaufe mit den Steckern ist auf keinen Fall zugelassen. Wer das richtige Zusammenlegen einmal gelernt hat, kann beim nächsten Aufbau das Kabel schnell verlegen, ohne erst Knoten entwirren zu müssen.

2. Den richtigen Stecker für das Audiokabel verwenden

Die Road-Serie setzt auf hochwertige Stecker der Firma Neutrik, die sich auf dem Markt als qualitativ hochwertiger Standard durchgesetzt haben. Während XLR-Kabel in der Regel während des Auftritts nicht umgesteckt werden, sieht das bei Instrumentenkabeln für Gitarren und Bässe ganz anders aus. Hierfür gibt es in der Road-Serie Klinkenstecker, die je nach Instrument entweder gerade (CRI PP) oder rechtwinklig (CRI PR) ausgeführt sind. Besonders Gitarristen sollten je nach Gitarrenmodell Wert auf die Ausführung legen.

Für Stratocaster-Modelle empfiehlt sich ein gerader Stecker, während Akustikgitarren mit einem Tonabnehmer am besten mit einem Winkelstecker betrieben werden sollten. Insbesondere wenn der Musiker mal auf sein eigenes Kabel tritt. Eine interessante Erfindung ist der Silent Plug von Neutrik, der durch einen Mechanismus knackfreies Ein- und Ausstöpseln ermöglicht. Das freut nicht nur den Tontechniker, sondern schont auch die Ohren des Publikums. Solange das Kabel nicht fest in der Buchse sitzt, ist der Kontakt unterbrochen und es gelangt kein Signal durch. Die Road-Serie bietet mit dem Kabel CRI PP-Silent eine gerade Version und mit dem CRI RP-Silent eine abgewinkelte Variante an, bei der jeweils eine Seite mit dem Silent Plug bestückt ist.

3. Nur qualitativ hochwertige Audiokabel einsetzen

Minderwertige Kabel können den ganzen Auftritt buchstäblich sprengen. Gerade bei der Masse an Kabeln, die auf einer Bühne verlegt sind, ist es während der Show oft das sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen“-Suchen, um den Übeltäter ausfindig zu machen.
Ihr solltet lieber ein paar Euro mehr in zuverlässige Audiokabel investieren, wie beispielsweise die der Road-Serie von Cordial.
Ob ein Kabel für mehrere hundert Euro im Studio wirklich immer besser klingt, ist ein Thema für sich. Auf der Bühne sind solche meist marginalen Sound-Unterschiede nicht relevant. Viel wichtiger ist hier eine gute Abschirmung, damit es keine störenden Einstreuungen gibt.

4. Defekte Audiokabel aussortieren

Defekte Kabel, die einen Wackelkontakt besitzen oder gar kein Signal mehr durchlassen, solltet ihr sofort aussortieren. Noch besser ist es, gleich den defekten Stecker bei einem Wackelkontakt abzuschneiden. Sonst wandert das Audiokabel wieder zurück zwischen die anderen und sorgt beim nächsten Auftritt erneut für Stress. Bei einem Wackelkontakt muss oft nur die Lötstelle repariert oder der Stecker ausgetauscht werden, was auch nicht besonders kostspielig ist. Liegt ein Kabelbruch vor, macht es keinen Sinn mehr, das Kabel weiterhin zu benutzen. Ist dieser Bruch offensichtlich, besteht immer noch die Möglichkeit, aus einem langen Audiokabel zwei kürzere zu fertigen.


Technische Daten Cordial CRI RP-Silent

  • Stecker: Klinke (gerade), Klinke Silent Plug (Winkel)
  • Länge: 3 m, 6 m, 9m
  • Farbe: schwarz
  • Gewicht: 60 g/m
  • Preis: 55 EUR (6m)   

5. DI-Boxen bei langen Kabelwegen verwenden

Damit es nicht brummt, sollten unsymmetrische Kabel nicht zu lang sein.
Ein 20 Meter langes Klinkenkabel (Monoklinke) ist eine unsymmetrische Verbindung. Diese ist durch ihre physikalischen Eigenschaften anfällig für elektrostatische Einflüsse, was sich in der Praxis mit einem Brummen bemerkbar macht.

Hier sollte unbedingt eine DI- Box eingesetzt werden. Eine Faustregel geht von maximal zehn Meter langen unsymmetrischen Kabeln aus. Eine DI-Box macht aus einem unsymmetrischen Signal (beispielsweise Mono-Klinke oder Cinch) ein symmetrisches Signal, welches problemlos mit einem XLR-Kabel über deutlich größere Distanzen übertragen werden kann. Aus diesem Grund werden Stageboxen mit XLR-Anschlüssen bestückt.


Technische Daten Audiokabel Cordial CRM FM-Black     

  • Stecker: 1 x XLR-female (dreipolig); 1 x XLR-male (dreipolig)
  • Länge: 1,5 m, 2,5 m, 5 m, 10 m, 20 m
  • Farbe: schwarz
  • Gewicht: 60 g/m
  • Preis: 42 EUR (5m)   

6. Audiokabel beschriften

Leitungen, die irgendwo ins Nirwana führen, weil sie von unterschiedlichen Helfern verlegt worden sind und sich dann nicht mehr zuordnen lassen, kosten oft wertvolle Zeit beim Aufbau.

Es macht sich immer bezahlt, die eigenen Audiokabel nicht nur zu kennzeichnen, damit keine Verwechslung entsteht. Man sollte diese auch an beiden Steckern nummerieren oder auf andere Weise voneinander unterscheidbar machen.

So muss niemand unter die Bühne krabbeln und so lange am Stecker ruckeln, bis der Tonkutscher weiß, welches Ende dazu gehört. Bei konstanter Besetzung kann sogar eine genaue Bezeichnung helfen, damit jeder Helfer weiß, wo das Kabel verlegt werden soll. Das spart eine Menge Zeit und kostet fast nichts. Farbiges Klebeband oder Schrumpfschlauch reicht zu diesem Zweck vollkommen aus.

7. Adapter vermeiden

Ein Dorn im Auge jedes professionellen Bühnentechnikers sind Audiokabel, die mit Adaptern zweckentfremdet werden.

Auf diese Lösung sollte nur dann zurückgegriffen werden, wenn es keine andere Alternative gibt. Schließlich sind Materialien und der Kabelquerschnitt für bestimmte Einsatzgebiete entwickelt worden. Ein Mikrofon sollte also nicht mittels Adapter in einen Klinken-Eingang des Mischpults „gepfercht“ werden, der eigentlich für Line-Signale ausgelegt ist.

Für symmetrische Verbindungen, wie es bei XLR-Mikrofonkabeln der Fall ist, empfiehlt sich in der Road-Serie das CRM FM-BLACK, das ebenfalls mit hochwertigen Neutrik-Steckern versehen ist.
Gerade bei XLR-Kabeln kommt während der Jahre oft ein Sammelsurium an unterschiedlichen Typen und Herstellern zusammen. Wer dieses Kabel einmal in der Hand hält, wird sowohl an der Verarbeitung als auch an der Haptik spüren, was dieses Kabel alles aushalten kann.


Technische Daten Audiokabel Cordial CRL LL

  • Stecker: 2x Speakon (vierpolig)
  • Länge: 5 m, 10 m, 15 m, 20 m
  • Farbe: schwarz
  • Gewicht: 115 g/m
  • Preis: 44 EUR (5 m)

8. Moderne Lautsprecher-Kabel einsetzen

Während früher in der PA-Technik noch XLR- oder Klinken-Verbindungen für Lautsprecherkabel herhalten mussten, hat sich mittlerweile Speakon als Standard etabliert. Ein Vorteil dieses Steckers ist nicht nur die sichere Verbindung durch einen ausgeklügelten Drehmechanismus, sondern auch die Fähigkeit mehr als zwei Adern in einem Audiokabel zu vereinen. So können auch vier Adern mit nur einem Kabel verbunden werden. Die Road-Serie bietet mit dem CRL LL ein entsprechendes Audiokabel für härteste Einsatzgebiete. Das CRL LL gewährleistet eine sichere Verbindung zwischen Verstärker und einer passiven Box. Mit einem Querschnitt von 2 x 2,5 mm² und einer speziellen Kupferlegierung lassen sich hohe Lasten mit diesem Audiokabel übertragen.

Bei Gitarren- und Bass-Verstärkern werden dagegen immer noch Klinkenstecker für die Verbindung benutzt. Ihr solltet niemals ein Instrumentenkabel für solche Verbindungen nutzen, da dieses keine zwei Adern hat.

Im Interview hat uns Tobias Felbermayr von Cordial verraten, worauf bei der Entwicklung der Road Serie geachtet wurde.

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