Special: Samples und Loops live in die Show einbinden


Klar kann man den eigenen Bandsound mit Hilfe von Playbacks relativ einfach aufblähen. Streicher, Chöre, Bläser, Drums und vieles mehr werden von der Festplatte bequem und ohne Murren abgespielt. Komplexe Arrangements auch von kleinen Ensembles umsetzbar. Dies hat seine Berechtigung, vor allem  seine wirtschaftliche Begründung: In Zeiten schrumpfender Tourneebudgets ist es nicht immer möglich, noch vier Hotelzimmer mehr für den Backingchor oder die Bläsersektion durchzusetzen. Coverbands, die stilistisch eine große Bandbreite aktueller Produktionen abdecken wollen, müssen, wenn sie sich eng an die Originalvorlagen halten, fast immer auf die Hilfe von Zuspielern zurückgreifen. In der vorletzten SOUNDCHECK-Ausgabe haben wir im Special das Thema ausführlich behandelt. Wie ist das mit dem Timing und dem Click, welche Zuspieler sind für die Bühne geeignet und wie bearbeite ich das Material, sodass es der Tontechniker in den FoH-Mix einbetten kann? 


Aber sind wir ehrlich: richtig cool und kreativ ist das nicht. Da geht noch mehr. Anstatt einfach nur starre Playbacks einzusetzen, kann man vorproduziertes Material wie einen weiteren Musiker in die Band holen. Also keine Halbplaybackshow, sondern Elektro-Act steht heute auf dem Stundenplan. Dass sich mit Samples und Loops sehr kreativ und auch visuell für das Publikum attraktiv eine Show gestalten lässt, ist deshalb der Schwerpunkt dieses Intros ...