Story: Long Distance Calling


Für die Aufnahmen zum neuen Album ?Trips? zogen Long Distance Calling sich mit Produzent Vincent Sorg (Die Toten Hosen, In Extremo, Donots) in die Sendener Principal Studios zurück. Gitarrist David Jordan hat uns Interessantes über die Zusammenarbeit mit Sorg, sein Equipment und mehr verraten.

SOUNDCHECK: ?Getaway?, der erste Song auf ?Trips?, hat einen ziemlichen Achtziger-Vibe. Was hat euch an dieser Ästhetik gereizt?

Dave Jordan: Als wir die erste Version des Songs damals im Proberaum als Demo aufgenommen haben, haben wir das Hauptlick direkt mit Sport in Verbindung gebracht. Es hatte etwas von Motivation und Challenge à la Rocky und Co. Und so kam auch direkt die Idee, lange bevor der Großteil der restlichen Songs auch nur annähernd fertig war, ein Video dazu zu drehen, in dem wir uns sehr hart auf eine Challenge vorbereiten und danach dennoch gnadenlos verkacken. Da wir alle ziemlich viel von den Achtzigern abbekommen haben, lag die Idee, das in ein Achtzigergewand zu hüllen, für uns recht nah. 


SC: In dem Video übernimmt dann auch Ralf Richter eine Rolle ?


Dave: ? Wenn man sich schon von jemandem verprügeln lässt, dann doch von Ralf Richter!


SC: Kanntet ihr Ralf schon vorher oder wie kam es zu der Zusammenarbeit?


Dave: Wir haben Ralf einfach mal angeschrieben, haben ihm gezeigt, was wir bisher so gemacht haben, ihm geschildert, was wir vorhaben, und dann ging auch schon das Brainstorming los.


SC: ?Trips? ist zugänglicher als andere Alben von euch. Woran, glaubt ihr, liegt das?

Dave: Wir haben dieses Mal jedes Lick, jedes Riff und jeden Part beim Songwriting hinterfragt: ?Ist das geil??, ?Trägt das über die Länge??, ?Ist das nicht öde auf Dauer?? et cetera. Wurde ein Element von allen mit OK bewertet, war das ein KO-Kriterium dafür. So wurde viel Schlacke abgestoßen, und am Ende erhielten wir ein hochverdichtetes Destillat ...